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Verbot bzw. Einschränkung von Brauchtumsfeuern in der Steiermark

Durch die letzte Novelle zur Brauchtumsfeuer-Verordnung des Landeshauptmannes von Steiermark vom 18.05.2015 Externe Verknüpfung (LGBl. Nr. 38/2015) wird die Zulässigkeit von Brauchtumsfeuern geringfügig neu geregeltExterne Verknüpfung  (LGBl. Nr. 22/2011 i.d.F. LGBl. Nr. 38/2015).
Die Rechtsgrundlage bildet § 3 Abs. 4 Bundesluftreinhaltegesetz - BLRG, BGBl. I Nr. 137/2002, zuletzt i.d.F. Externe Verknüpfung BGBl. I Nr. 97/2013.

 

Gemäß der geltenden Verordnung ist das Entfachen von Brauchtumsfeuern in der Steiermark - abgesehen von den unten genannten Beschränkungen - zulässig.

  • Ausnahmsloses ganzjähriges Verbot von Brauchtumsfeuern gilt im Gemeindegebiet Graz.
  • In den lt. § 3 Abs. 3 ausgewiesenen Gemeinden im Grazer- und Leibnitzer Feld darf pro Gemeinde nur ein von dieser veranstaltetes Brauchtumsfeuer entfacht werden, welches bei der zuständigen Bezirkshauptmannschaft anzuzeigen ist.
  • In Sanierungsgebieten im Sinne der Steiermärkischen Luftreinhalteverordnung 2011 i.d.g.F Externe Verknüpfung (LGBl. Nr. 116/2014 § 2 Z. 2 lit. a und b) dürfen ausschließlich Osterfeuer (am Karsamstag) und Sonnwendfeuer (am 21. Juni oder am nachfolgenden Samstag, bzw. am vorhergehenden Samstag wenn der 21. Juni ein Sonntag ist) entfacht werden.
  • In der restlichen Steiermark dürfen obengenannte Feuer auch von Privatpersonen entzündet werden und darüberhinaus auch Feuer im Rahmen regionaler Bräuche , die auf eine langjährige, gelebte Tradition mit eindeutigem Brauchtumshintergrund zurückgehen. Sie sind der zuständigen Bezirkshauptmannschaft anzuzeigen.

Es darf nur trockenes Holz (Baum- und Strauchschnitt) ohne Rauch und Geruchsentwicklung verwendet werden.

Ungeachtet der Neuregelungen gelten auf Grund des Bundesgesetzes weiterhin nachstehende Regelungen über ein Verbot des Verbrennens biogener Materialien außerhalb von Anlagen:

  • Verbot des flächenhaften Verbrennens von biogenen Materialien.
  • Verbot des punktuellen Verbrennens von biogenen Gartenabfällen außerhalb von Brauchtumsfeuern.

 

 

Auswirkungen der Osterfeuer 2009

Hochdruckeinfluss bestimmte das Wettergeschehen in der die Karwoche und hat auch heuer wieder einen Anstieg der Feinstaubkonzentrationen durch das Abheizen von Osterfeuern mit sich gebracht.
Für die Steiermark mit Ausnahme des Großraumes Graz zeigte sich folgendes Bild: 

 
 
Osterfeuer 2009 ohne GRAZ © Land Steiermark
Osterfeuer 2009 ohne GRAZOsterfeuer 2009 ohne GRAZ
© Land Steiermark
 

In Graz zeigt das Osterfeuerverbot Wirkung. Auch wenn sich nicht alle daran gehalten haben, so lagen die Werte unter jenen aus einem Großteil der übrigen Steiermark. Vor dem Inkrafttreten des Verbotes lag Graz durchwegs noch unangefochten an der Spitze.

 
Osterfeuer 2009 GRAZ © Land Staeiermark
Osterfeuer 2009 GRAZOsterfeuer 2009 GRAZ
© Land Staeiermark
 

Die höchsten Spitzenwerte in der Osternacht (11. auf 12. 4.2009) (Dreistundenmittelwerte über 150 µg/m³) wurden an folgenden Messstationen registriert:

Leibnitz 187 µg/m³
Voitsbg. 170 µg/m³
Knittelfeld 201 µg/m³
Straßengel Kirche 253 µg/m³
Fürstenfeld 186 µg/m³
Liezen 167 µg/m³
Peggau 183 µg/m³
Hartberg 259 µg/m³
Kapfenbg 187 µg/m³
Judendorf Süd 389 µg/m³
Weiz 166 µg/m³
Leoben 175 µg/m³

 
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