Schlagwortkatalog Lärm
- A-bewerteter Schall(druck)pegel:
Schalldruckpegel
- Abschirmwert (Schirmwert):
Maß für den Umweg, den ein Schallstrahl bei Schallbeugung über eine Schirmkante (Schallschirm) im Vergleich zum direkten Weg ohne Schallschirm durchläuft.
- Absorption (Schallabsorption):
die Umwandlung von Schallenergie in Wärmeenergie beim Auftreffen des Schalls auf Grenzflächen oder auch das Entweichen von Schallenergie durch Öffnungen oder durch durchlässige Bauteile ins Freie.
- Abstandsgesetz:
Aussage über die Abnahme des Schallpegels in Abhängigkeit von der Entfernung zum Schallsender.
- Akkord:
Zusammenklang von Tönen verschiedener Tonhöhe; im System des Terzaufbaus (seit Jean-Philippe Rameau; fr. Komponist; 1683 - 1764): Moll-Akkord als Dreiklang mit kleiner, Dur-Akkord als Dreiklang mit großer Terz.
- Akustik:
die Lehre vom Schall. Die Akustik ist ein Teilgebiet der Mechanik; sie befasst sich mit mechanischen Schwingungen im Frequenzbereich zwischen 16 Hz (untere Hörgrenze) und 20 kHz (obere Hörgrenze), die sich in einem elastischen Medium wellenförmig (zumeist als Longitudinalwellen) ausbreiten und im menschlichen Gehör (Ohr) einen Schalleindruck hervorrufen können. Wegen ihres physikalisch ähnlichen Verhaltens werden häufig mechanische Schwingungen und Wellen mit Frequenzen unterhalb von 16 Hz (Infraschall) und oberhalb von 20 kHz bis 10 MHz (Ultraschall) ebenfalls der Akustik zugerechnet.
bautechnische Akustik:
Darunter werden die Bemühungen verstanden, in einem Bauwerk durch bautechnische Maßnahmen (Konstruktion und Ausbau) ausreichende akustische Behaglichkeit in der Wohnung und am Arbeitsplatz, also besonders Schutz gegen alle schädlichen Geräusch-Immissionen von innen und außen zu erreichen. Dabei sollen in den Räumen gute Hörverhältnisse und Verständlichkeit erzielt werden.
physiologische Akustik:
beschäftigt sich mit dem Aufbau und der Funktionsweise des menschlichen Gehör- und Sprachorgans.
psychologische Akustik:
beschäftigt sich mit der Frage, wie der Mensch akustische Reize wahrnimmt.
akustisch:
schallgerecht; das Gehör betreffend.
- Altersschwerhörigkeit:
Im Alter nimmt das Hörvermögen für hohe Töne ab, von maximal 21 000 Hz mit 20 Jahren auf 15 000 Hz mit 35 Jahren, 12 000 Hz mit 50 Jahren und 5000 Hz im Greisenalter. Sehr hohe Töne wie Grillenzirpen, Vogelgezwitscher, S- und T-Laute kann man dann nicht mehr hören. Hinzu kommt im Alter ein Anstieg der Hörschwelle, der zu Altersschwerhörigkeit führt. Z.B. bringt die normale Altersschwerhörigkeit von Männern zwischen 60 und 65 Jahren einen Hörverlust bei 4 kHz von durchschnittlich 31 dB mit sich (d.h. bei dieser Frequenz müssen die Töne, um gehört zu werden, bereits um 31 dB lauter sein, als in der Jugendzeit). Bei Frauen gleichen Alters ist der Hörverlust geringer (ungefähr 20 dB). Diese Alterserscheinungen gehen zurück auf die nachlassende Beweglichkeit der beweglichen Teile des Ohres, also des Trommelfells, der Gehörknöchelchen, des ovalen Fensters und der Basilarmembran, und das Absterben von Haarzellen.
- Amboss:
Ohr
- Ammenschlaf:
bezeichnet man das Phänomen, dass eine Mutter für extreme Geräusche (wie z.B. tosende Donner) unempfindlich ist und davon nicht geweckt wird, vom leisen Weinen ihres Kindes aber sofort hellwach wird.
- Amplitudenmodulation:
Modulation
- Amplitude, Schwingungsweite:
Der Weg eines Pendels vom Umkehrpunkt zur Ruhelage heißt Amplitude. Es ist der größtmögliche Wert, den eine als unabhängige Variable betrachtete, sich periodisch ändernde physikalische Größe bei einer Schwingung annimmt. So ist bei einer mechanischen Schwingung die Amplitude gleich der größten Auslenkung des schwingenden Körpers aus seiner Ruhelage.
- Amplituden-Vibrato:
Bei dieser Vibrato-Art wird die Amplitude 3 bis 8 mal pro Sekunde periodisch verändert. Dadurch wird die Lautstärke gesteigert und verringert, wie z.B. beim Vibraphon. (Frequenz-Vibrato)
- Anzeige:
Schallpegelmesser
- Äquivalenter Dauerschallpegel:
Schalldruckpegel
- ARC-INFO:
Ein sehr häufig eingesetztes geographisches Informationssystem.
- ARC-INFO-Import-Export-Format:
Datenschnittstelle zu ARC-INFO.
- Audiometer:
Gehörprüfer; erzeugt Luftschall- und elektrische Wechselströme verschiedener Frequenz und Intensität. Die Wechselströme betreiben Knochenschallhörer, obertonfreier Töne für die einen möglichst reinen, von Oberwellen freien Ton abstrahlen. Die Verwendung die Hördiagnostik dem Audiometer geht auf Ohm, von Helmholtz und Bezold zurück und gilt seither unwidersprochen. Mit werden Töne ab 125 Geprüft wird Hz aufwärts überprüft, 10 000 Hz bis 12 000 Hz bilden die obere Grenze des Prüfbereichs; meist in Oktavabständen, ab 500 Hz oder 1000 Hz auch in Halboktavabständen.
- Audiometrie:
Gehörprüfung
- aural:
am (im, beim) Ohr
- aurale Auswirkungen:
Schallimmissionen
- Auslenkung:
Elongation
- Basilarmembran:
Ohr
- Bauakustik:
ein Teilgebiet der Akustik, das sich vorwiegend mit dem Schallschutz in Gebäuden befasst.
- Bell, Alexander Graham:
(1847 - 1922); Eröffnete in Boston bereits mit 25 Jahren seine eigene Schule zur Ausbildung von Lehrern für Gehörlose. Seine bekannteste Leistung ist die Entwicklung des Telefons.
- Beurteilungspegel:
Maß für die durchschnittliche Langzeitbelastung von betroffenen Personen oder an ausgewählten Orten in der Beurteilungszeit und zum Vergleich mit Richtwerten.
- Bewegungsbauch:
stehende Welle - Welle
- Bewegungsknoten:
stehende Welle - Welle
- Bewuchsdämpfung:
Zusatzdämpfung bei der Schallausbreitung im Freien durch Bodenbewuchs (z.B. Wald, Büsche, Hecken etc.).
- 10-facher-Brigg'scher Logarithmus:
Logarithmus
- Chladnische Klangfiguren:
(nach E. F. F. Chladni): Figuren, die sich auf mit Korkpulver bestreuten schwingenden Platten herausbilden.
Bringt man eine an einer Stelle fest eingespannte elastische Platte durch Anschlagen oder Anstreichen mit einem Geigenbogen zum Schwingen, so bilden sich auf ihr stehende Wellen heraus. Es gibt also auf der Platte außer Stellen, die ständig schwingen, auch Stellen, die während des gesamten Schwingungsvorganges in Ruhe bleiben. Sie werden als Knotenlinien oder Knotenflächen bezeichnet. Man kann sie sichtbar machen, indem man die Platte mit feinem Korkpulver bestreut. Dieses wird von den schwingenden Stellen weggeschleudert und sammelt sich an den ständig in Ruhe bleibenden Knotenlinien und Knotenflächen an.
Die Form der Chladnischen Klangfiguren hängt außer vom Material und der Abmessung der Platte in starkem Maße auch davon ab, an welcher Stelle die Platte angeschlagen oder angestrichen wird und an welcher Stelle sie fest eingespannt ist, da sich an der Anregungsstelle naturgemäß stets ein Bewegungsbauch und an der Einspannstelle stets ein Bewegungsknoten herausbildet.
- Cortisches Organ:
(Corti-Organ) Ohr
- Dämmmaß (Schalldämmmaß):
grundlegend wichtige Kerngröße zur Beschreibung der Luftschalldämmung von Bauteilen (Decke, Wand, Fenster).
- Dämpfung:
bei einer Schwingung die Abnahme der Amplitude im Laufe der Zeit.
- dB (A):
LA, A-bewerteter Schalldruckpegel; Schalldruckpegel
- Detektor:
Schallpegelmesser
- Dezibel:
Logarithmus
(nach G. Bell): Einheitenzeichen dB; das logarithmierte Größenverhältnis zweier gleichartiger Größen G1 und G2 (z.B. zweier Auslenkungen bei Schwingungen). Es ist dB = 1, wenn log (G1 / G2) = 1/10 gilt. Das Dezibel ist eine Pseudoeinheit, die vor allem im Zusammenhang mit Schalleinwirkungen auf den Menschen gebräuchlich ist. Dabei wird der Quotient aus dem durch eine Schallquelle (z.B. Motor) hervorgerufenen Schallpegel und einem Normalschallpegel zugrunde gelegt.
- Dissonanzen:
Zu den Dissonanzen zählt man solche Tonpaare, zwischen denen die folgenden Intervalle bestehen:
Intervall Frequenzverhältnis Sekund
Septim9:8
15:8
Zu ihnen gehören Frequenzverhältnisse mit wesentlich größeren Zahlen als jene, welche die Konsonanzen aufweisen.
- Discman:
Kleiner tragbarer CD-Player mit Kopfhörern.
- Doppler Effekt:
(nach C. Doppler): Erscheinung, dass bei jeder Art von Welle eine Änderung der Frequenz bzw. der Wellenlänge eintritt, sobald Beobachter und Wellenerreger sich relativ zueinander bewegen. Besonders eindringlich zeigt sich der Doppler-Effekt bei Schallwellen. Fährt beispielsweise eine pfeifende Lokomotive auf einen ruhenden Beobachter zu, so hört dieser einen höheren Ton, als wenn sich die Lokomotive von ihm weg bewegt. Ebenso hört ein sich auf eine ruhende Schallquelle zu bewegender Beobachter einen höheren Ton als ein sich von der Schallquelle wegbewegender Beobachter.
Beim Doppler-Effekt unterscheidet man zwei Fälle:
Ruhender Wellenerreger - bewegter Beobachter und bewegter Wellenerreger - ruhender Beobachter. Da die beiden Fälle auf verschiedene Ergebnisse führen, kommt es bei der Erscheinung des Doppler-Effektes nicht nur, wie man anfänglich meinen könnte, auf die relative Bewegung zwischen Wellenerreger und Beobachter an, sondern vielmehr auch darauf, wer von beiden sich relativ zum Ausbreitungsmedium bewegt. (Nur wenn die Geschwindigkeit des Beobachters bzw. des Wellenerregers klein ist gegenüber der Ausbreitungsgeschwindigkeit der Welle, ist der Unterschied der beiden Fälle vernachlässigbar)
- Druck (Schalldruckpegel):
grundlegende Größe zur Beschreibung der physikalischen Stärke eines Schallvorganges.
- Durtonleiter:
Tonleiter
- DXF-Format:
Datenschnittstelle zu AUTO-CAD.
- Echo (Widerhall):
Schallreflexion, bei welcher der reflektierte Schall getrennt vom Originalschall wahrnehmbar ist. Das menschliche Ohr vermag zwei Schallereignisse (z.B. zwei Pistolenschüsse) nur dann als getrennt voneinander zu erkennen, wenn zwischen beiden ein zeitlicher Unterschied von mindestens 1/10 Sekunde besteht. Da sich der Schall in der Luft mit einer Geschwindigkeit von rund 340 m/s ausbreitet, legt er in dieser Zeit 34 m zurück. Der Abstand zwischen Schallquelle und dem reflektierenden Hindernis muss deshalb mindestens 34:2 = 17 m betragen, damit ein Echo zustande kommt. Nachhall
- Echolot:
Eine auf der Reflexion von Schallwellen beruhende Vorrichtung zur Messung von Gewässertiefen. Von einer am Schiffsrumpf angebrachten Schallquelle aus wird ein kurzer, kräftiger Schallimpuls in Richtung Gewässerboden gesendet, dessen Echo auf einen ebenfalls am Schiffsrumpf befindlichen Schallempfänger trifft. Die Laufzeit (tD) des Schallimpulses, d.h. die Zeit, die er für den Weg zum Gewässerboden und zurück benötigt, wird mit einem Kurzzeitmesser gemessen. Bei bekannter Ausbreitungsgeschwindigkeit des Schalls im Wasser (nw) lässt sich dann die Wassertiefe (h) bestimmen aus der Beziehung
h = nw * tD 2 - Effektivwert:
Schallpegelparameter
- Eigenfrequenz:
diejenige Frequenz, mit der ein durch einen einmaligen Anstoß zum Schwingen erregtes und dann sich selbst überlassenes schwingungsfähiges System (z.B. ein Schwingkreis) schwingt, die Frequenz also, mit der die Eigenschwingungen erfolgen. In der Regel besitzt ein schwingungsfähiges System mehrere Eigenfrequenzen. Die Eigenfrequenz des ebenen mathematischen Pendels beträgt
n0 = 1/2 * p * Ö * g/l
(g Fallbeschleunigung, l Pendellänge),
die eines Federpendels
n0 = 1/2 * p * Ö * d/m
(d Federkonstante, m Masse des schwingenden Massenpunkts). Von besonderem Interesse für die Musik sind die Eigenfrequenzen von Saiten. Eigenfrequenzen spielen bei der Resonanz eine wichtige Rolle.
- Eigenschwingung:
Die Schwingung, die ein schwingungsfähiges Gebilde mit einer Eigenfrequenz ausführt. Die Eigenschwingung ist stets eine gedämpfte Schwingung. Ein System kann verschiedene Eigenschwingungen haben, nämlich eine Grundschwingung und deren Oberschwingungen. Das ist bei Musikinstrumenten wichtig.
- Elongation:
Auslenkung; Bei einer mechanischen Schwingung die jeweilige Entfernung des schwingenden Körpers von seiner Ruhe- bzw. Gleichgewichtslage. Die Auslenkung ist dabei eine zeitabhängige Größe. Ihr Maximalwert heißt Amplitude. Im entsprechend übertragenden sinne spricht man auch von Elongation bei nichtmechanischen Schwingungen. Bei einer harmonischen Schwingung ist die Auslenkung dem Sinus der Zeit proportional.
- Endolymphe:
Ohr
- Energie:
Formelzeichen E (auch W); die in einem physikalischen System gespeicherte Arbeit, d.h. die Fähigkeit eines physikalische Systems, Arbeit zu verrichten. Die verschiedenen in der Natur vorkommenden Energieformen (elektrische Energie, thermische Energie, magnetische Energie, mechanische Energie, kinetische Energie, potentielle Energie, chemische Energie) können ineinander umgerechnet und weitgehend auch umgewandelt werden.
- Energieäquivalenter Dauerschallpegel:
wird als jener Schalldruckpegel errechnet, der bei dauernder Einwirkung dem ununterbrochenen Geräusch oder Geräuschen mit schwankenden Schalldruckpegeln energieäquivalent ist.
- Eustachische Röhre:
Ohrtrompete, Ohr
- extraaural:
außerhalb des Ohres
- extraaurale Auswirkungen:
Schallimmissionen
- Faktoren:
Verhältnisgrößen
- Flächenquelle:
Schallquelle
- Frequenz:
der Quotient aus der Anzahl der vollen Schwingungen und der Zeit, in der diese Schwingungen erfolgen.
- Frequenzbewertung:
Schallpegelmesser
entspricht etwa der 40-Phon-Kurve.
- Frequenzbewertungskurve:
Der nichtlineare Frequenzgang des Ohres hat zur Einführung von Bewertungsfiltern geführt, mit denen es möglich ist, Schallmessungen in Relation zum menschlichen Ohr durchzuführen. Diese Bewertungsfilter schwächen das Schallsignal gemäß international genormter Bewertungskurven ab, welche mehr oder weniger den Kurven gleicher Lautstärke entsprechen.
Die A-Bewertungskurve entspricht etwa der 40-Phon-Kurve. (gebräuchlichste Kurve)
Die B-Bewertungskurve entspricht etwa der 70-Phon-Kurve.
Die C-Bewertungskurve entspricht etwa der 100-Phon-Kurve.
Die D-Bewertungskurve folgt einer speziellen Kurve, welche Frequenzen im Bereich von 1 kHz bis 10 kHz besonders hervorhebt. Sie wird hauptsächlich bei Messungen von Flugverkehrslärm benutzt.
Alle Schallpegelmesser besitzen ein A-Bewertungsfilter, das zwischen Vorverstärker und Detektor angeordnet ist. Der Grund hierin ist darin zu suchen, dass ein A-Bewertungsfilter das Empfindungsverhalten des menschlichen Ohres nachbildet.
- Frequenzmodulation:
Modulation
- Frequenz-Vibrato:
Bei dieser Art Vibrato wird die Frequenz leicht verändert, der Ton wird also höher und tiefer (z.B. bei den Streichinstrumenten). Amplituden-Vibrato
- Fühlschwelle:
Sie ist die obere Grenze der Hörfläche. Die Fühlschwelle gibt an, bis zu welchem maximalen Schalldruck (20 Pa) eine Schallwelle noch als Schall empfunden wird. Bei noch höherem Schalldruck tritt Schmerzempfindung auf.
- Gebärdensprache:
Zeichensprache
- Gehör:
Die Fähigkeit, die Schallwellen mit dem Gehörorgan (Ohr) wahrzunehmen.
relatives Gehör: Die Fähigkeit, Töne im Zusammenklang zu unterscheiden.
absolutes Gehör: Fähigkeit, einen Ton nach Gehör zu bestimmen.
- Gehörknöchelchen:
Ohr
- Gehörschutz:
betrifft den Schutz des menschlichen Ohres vor gesundheitsgefährdendem Lärm (> 85 dB).
Hierfür eignen sich folgende Gehörschützer: Watte, Stöpsel, Kapseln, und Helme. Durch die Benutzung lässt sich am Trommelfell eine Pegelminderung bis zu 30 dB erreichen. Um wirksam zu sein, müssen Gehörschützer während der gesamten Einwirkdauer gehörgefährdender Lärmpegel getragen werden. Werden sie auch nur für kurze Zeit abgesetzt, reduziert sich ihre Schutzwirkung bereits drastisch (z.B. wird ein Gehörschützer während eines Acht-Stunden-Tages im Lärmbereich nur vier Stunden getragen, beträgt seine effektive Schutzwirkung lediglich 3 dB, wird er 8 Stunden getragen ist eine Schutzwirkung von 30 dB gegeben).
- Geräusch:
Schall
- Geräusch-Immission:
Darunter versteht man die Einwirkung von Geräuschen auf die in der Umgebung der Schallquelle wohnenden und arbeitenden Menschen.
- GIS:
Geographisches Informationssystem
- Grade:
Verhältnisgrößen
- Grundgeräuschpegel:
ist der geringste an einem Ort während eines bestimmten Zeitraumes gemessene Schallpegel, der durch entfernte Geräusche verursacht wird und bei dessen Einwirkung Ruhe empfunden wird.
- Grundschwingung:
bei einer zusammengesetzten Schwingung diejenige (harmonische) Teilschwingung, deren Frequenz den kleinsten Wert hat. Die übrigen Schwingungen werden als Oberschwingungen bezeichnet. Die Frequenzen der Oberschwingungen sind ganzzahlige Vielfache der Frequenz der Grundschwingung (Grundfrequenz). Bei akustischen Schwingungen (Schall) werden entsprechend die Bezeichnungen Grundton und Obertöne verwandt.
- Hallraum:
schalltoter Raum
In einem Raum mit hart reflektierenden Begrenzungsflächen wird nahezu die gesamte Schallenergie reflektiert und gleichmäßig über den Raum verteilt. Es entsteht im Raum ein sogenanntes Diffus- oder Hallfeld. Einen solchen Raum bezeichnet man als Hallraum.
- Hammer:
Ohr
- Hertz:
Abk.: Hz. SI-Einheit der Frequenz. Zeigt die Anzahl der Schwingungen pro Sekunde an.
Festlegung: 1 Hertz (Hz) ist gleich der Frequenz eines periodischen Vorganges der Periodendauer 1 Sekunde (s):
1 Hz = 1/s = s-1
- Hertz, Heinrich:
(1857 - 1894), deutscher Physiker. Nach ihm wurde die Einheit der Frequenz benannt.
- hochfrequent:
hochtönig. Die hohen Töne betreffend. Töne über 1000 Hz sind energiereicher und hören sich "heller und schriller" an.
- Hörbereich:
Ist derjenige Frequenzbereich, innerhalb dessen mechanische Schwingungen vom menschlichen Gehör als Schall wahrgenommen werden können. Der Hörbereich erstreckt sich von 16 Hz (untere Hörgrenze) bis zu 20 000 Hz (obere Hörgrenze). Der Hörbereich umfasst also ungefähr 10 Oktaven (Tonleiter). Die obere Hörgrenze sinkt mit zunehmendem Alter stark ab und liegt für 35jährige bei etwa 15 000 Hz, für 60jährige bei etwa 5000 Hz.
- Hörempfindungsfläche = Hörfläche:
Ist die Fläche, welche den Bereich der Hörempfindungen darstellt.
- Hörgrenze:
obere Hörgrenze:
Darunter versteht man die höchste Frequenz einer noch als Ton hörbaren Schallschwingung. Sie erreicht bei Jugendlichen etwa 18 kHz, sinkt mit zunehmendem Alter aber kontinuierlich ab und ist individuell verschieden. Schallschwingungen noch höherer Frequenz werden als Ultraschall (unhörbar) bezeichnet.
untere Hörgrenze:
Ist die tiefste Frequenz einer noch als Ton hörbaren Schallschwingung. Sie beträgt etwa 10 Hz. Schall mit noch tieferer Frequenz heißt Infraschall (unhörbar).
- Hörrinde:
Die Analyse hochkomplexer Schallmuster erfolgt in der Hörrinde des Großhirns.
- Hörschwelle:
bei einer gegebenen Frequenz der geringste Schalldruck, den ein Schallvorgang aufweisen muss, damit mit normalen Hörvermögen bei wiederholten Versuchen eine Schallempfindung ausgelöst wird.
- Hörschwellenverschiebung:
Sind die Haarzellen infolge Ermüdung durch starken Lärm nicht mehr so empfindlich, senden sie erst bei stärkerem Reiz ein elektrisches Signal. Die Hörschwelle für einzelne Frequenzen wird angehoben und das Hörvermögen verschlechtert sich. Die Hörschwellenverschiebung kann vorübergehend (TTS) oder bleibend (PTS) sein.
- Hörsturz:
Ist eine akut auftretende Schwerhörigkeit eines oder beider Ohren. Er entsteht durch akuten Sauerstoffmangel im Innenohr durch mangelhafte Durchblutung (ähnlich wie beim Herzinfarkt oder beim Hirnschlag). Die Durchblutungsstörung muss schnell behoben werden, damit es nicht zum Absterben der Haarzellen des Innenohres kommt.
- Hörvorgang:
Ohr
- Hörzelle:
Ohr
- Humboldt, Alexander Freiherr von:
1769 - 1859; Deutscher Naturforscher und Geograph. Berechnete die Schallgeschwindigkeit. (340 m/s in der Luft)
- Immissionsempfindlichkeitsplan:
Plan mit Darstellung der Flächenwidmung und der den einzelnen Widmungen zugeordneten Planungsrichtwerte in dB.
- Impulshaltigkeit:
bestimmte Form des Geräusches, dessen Schallpegel sehr kurzzeitig um mehr als etwa 5 dB über dem mittleren Pegel des übrigen Geräusches ansteigt und dessen Dauer sehr kurz ist.
- Informationshaltigkeit:
bestimmte Form des Geräusches, welches deutlich erkennbar Gesang, Musik oder Sprache enthält.
- Infraschall:
Darunter versteht man mechanische Schwingungen und Wellen mit Frequenzen unterhalb von 16 Hz, die zwar vom menschlichen Gehör nicht mehr als Schall wahrgenommen werden können (Hörbereich), die sich jedoch in ihrem physikalischen Verhalten nicht wesentlich vom hörbaren Schall unterscheiden.
- Innenohr:
Ohr
- Innenohrschwerhörigkeit:
Schwerhörigkeit
- Interferenz:
Bezeichnung für die Gesamtheit der charakteristischen Überlagerungserscheinungen, die beim Zusammentreffen zweier oder mehrerer Wellenzüge (mechanische oder elektromagnetische Wellen, Materiewellen, Oberflächenwellen) mit fester Phasenbeziehung untereinander am gleichen Raumpunkt beobachtbar sind.
Ausgeprägte Interferenzerscheinungen erhält man, wenn die interferierenden Wellen annähernd gleiche Amplituden besitzen. Sind die Perioden der Einzelwellen nicht gleich, so ist die Amplitude der resultierenden Welle zeitabhängig (Schwebung). Typische Interferenzerscheinungen sind auch stehende Wellen (Wellen), die man erhält, wenn eine fortschreitende Welle reflektiert wird und reflektierte und ankommende Welle miteinander interferieren.
Interferenz bedeutet keine Wechselwirkung der Einzelwellen, sondern ist eine Folge ihres gleichzeitigen Vorhandenseins in einem Raumpunkt. Nach Verlassen des Interferenzgebietes weisen die Einzelwellen keinerlei bleibende Spuren des Zusammentreffens mehr auf.
- Intervall:
Darunter versteht man den Abstand von zwei Tönen. Das Intervall zweier Töne ist durch das Frequenzverhältnis (Konsonanzen, Dissonanzen) der sie verursachenden Schallwellen bestimmt. Die Namen der Intervalle kommen aus der lateinischen Sprache. Man unterscheidet folgende Intervalle:
Prim, Sekund, Terz, Quart, Quint, Sext, Septim, Oktav.
- Kammerton:
Darunter versteht man den Ton a' mit der Frequenz 440 Hz. Es handelt sich dabei um einen internationalen Vergleichston.
Beim Zusammenspiel mehrerer Instrumente ist es nötig, dass alle bei derselben Note den gleichen Ton erzeugen. Um die Instrumente aufeinander abstimmen zu können, braucht man einen Vergleichston. Dies ist der Kammerton.
- Klang:
Schall
- Klangfarbe:
Das Amplitudenverhältnis der im Klang enthaltenen Teilschwingungen wird als Klangfarbe wahrgenommen. Sie ist physikalisch durch die Frequenzen, die Anzahl und die Stärke der dem Grundton überlagerten harmonischen Obertöne bestimmt.
Beim Anregen einer Saite können außer dem Grundton gleichzeitig viele Obertöne erzeugt werden, welche mit dem Grundton erklingen. Der Grundton bestimmt dabei die Tonhöhe, die Obertöne bestimmen die Klangfarbe. In entsprechender Weise werden auch bei Anregung von Luftsäulen gleichzeitig der Grundton und mehrere Obertöne erzeugt. Da bei verschiedenartigen Instrumenten gleichen Grundtons die Obertöne jeweils unterschiedlich stark (in einer für das Instrument charakteristischen Weise) erklingen, können wir die einzelnen Instrumente an der Klangfarbe unterscheiden.
- Knall:
Schall
- Knochenschallleitung:
Schallleitung über die Schädelknochen zum Innenohr. Bei der Knochenschallleitung werden vor allem Töne höherer Frequenz (oberhalb 800 Hz) begünstigt. Dadurch wird die eigene Stimme höher als real empfunden. Hört man die eigene Stimme aus dem Lautsprecher klingt sie daher ganz anders (tiefer).
Die Knochenschallleitung verbessert die Sprachverständlichkeit. Der Hörgewinn ist vor allem bei den höheren Frequenzen beträchtlich.
- Koinzidenz:
Ist das zeitliche Zusammenfallen zweier Ereignisse.
- Konfliktplan:
Plan mit Darstellung der Differenz der Schallimmission (Beurteilungspegel) zum Planungsrichtwert.
- Konsonanzen:
Zusammenklang zweier Töne, der vom menschlichen Gehör als wohlklingend empfunden wird. Die Konsonanz ist umso vollkommener, je kleiner die Zahlen sind, durch die sich das Frequenzverhältnis der beiden zusammenklingenden Töne darstellen lässt. Zu den Konsonanzen rechnet man heute allgemein solche Tonpaare, zwischen denen die folgenden Intervalle bestehen.
Intervall Frequenzverhältnis Oktave
Quinte
Quarte
Sexte
große Terz
kleine Terz2:1
3:2
4:3
5:3
5:4
6:5
- Körperschall:
Schall in festen Körpern
- LA:
Schalldruckpegel
- Labyrinth:
Ohr
häutiges Labyrinth, knöchernes Labyrinth
- Lärm:
ist Schall (Geräusch), der Nachbarn oder Dritte stören, gefährden, erheblich benachteiligen oder erheblich belästigen kann oder stören würde.
- Lärmschwerhörigkeit:
permanent threshold shift, Schwerhörigkeit
- Lärmschutzwände:
können an Straßen, Schienenstrecken und Betriebsanlagen sowie Sport- und Freizeitanlagen eingesetzt werden. Lärmschutzwände an Straßen oder Schienenstrecken müssen eine entsprechende Längenausdehnung haben. Damit haben sie eine ausgedehnte Trennwirkung und einen wesentlichen Einfluss auf das Stadt- oder Landschaftsbild. Gegen die Trennwirkung sind sie mit Türen oder entsprechend bemessenen Schallschleusen auszustatten, im Hinblick auf das Stadt- und Landschaftsbild erfordern sie eine sehr sorgfältige architektonische Planung. Schallabsorbierende Lärmschutzwände sind wegen der Vermeidung von durch reflektierende Wände entstehenden Spiegelschallquellen vorzuziehen. Lärmschutzwände an Schienenstrecken müssen jedenfalls hochabsorbierend sein. Ein Verzeichnis der Schalldämmung und Schallabsorption vieler Bauarten von Lärmschutzwänden enthält ÖAL- Richtlinie 23, Blatt 2. Die erzielbare Schallpegelminderung kann rechnerisch mit den angeführten Rechenverfahren nachgewiesen werden.
- Lautheit:
Größe der subjektiven Lautstärkebeurteilung, die angibt, wie laut ein Hörereignis empfunden wird.
- Lautsprecher:
Gerät zur Umwandlung elektrische Energie eines tonfrequenten Wechselstroms in Schallenergie, die über eine Membran abgestrahlt wird.
- Lautstärke:
dasjenige Merkmal der Hörwahrnehmung des Hörereignisses, welches anhand einer Skala "leise-laut" beschrieben werden kann.
- Linienquelle:
Schallquellen
- Logarithmus:
Mit Logarithmen kann man auch große Zahlenbereiche und -differenzen übersichtlich darstellen. Allerdings kann man Logarithmen nur von dimensionslosen Zahlen, nicht aber von dimensionsgebundenen Größen bilden.
Die Zahl x, mit der man eine bestimmte Zahl a > 0, die Basis, potenzieren muss, um eine [gegebene] Zahl y, den Numerus, zu erhalten: x = log ay oder y = ax. Als Basis wird neben e = 2,71828... (natürlicher Logarithmus, Abk. ln) für numerische Rechnungen vor allem die Zahl 10 verwendet (gewöhnlicher oder dekadischer Logarithmus, Abk. lg).
Zur Berechnung von Schalldruckpegeln hat Graham Bell das Dezibel dB eingeführt, welches definiert ist als:
der 10fache Brigg'sche Logarithmus eines Verhältnisses quadratischer Größen zueinander, also:
10 lg y12 / y02
und/oder als der zwanzigfache Logarithmus eines Verhältnisses linearer Größen zueinander, also:
20 lg y1 / y0
- Longitudinalwelle:
Welle
- Luftdruck:
der Druck, den die Lufthülle der Erde aufgrund ihrer Gewichtskraft ausübt. Dieser Druck wirkt nach allen Seiten gleichmäßig und ist dem hydrostatischen Druck in Flüssigkeiten vergleichbar. Sein Nachweis gelang erstmals im Jahre 1643 E. Torricelli. Der Luftdruck wird mit dem Barometer gemessen. Die gesetzliche Druckeinheit ist 1 Pascal (Pa). Der Luftdruck unterliegt starken zeitlichen und örtlichen Schwankungen. In Meereshöhe beträgt er im Mittel 101 325 Pa. Diesen Wert bezeichnet man als Normalluftdruck.
Normalluftdruck = 101 325 Pa = 1,01325 bar = 1013,25 mbar = 1 atm = 760 Torr.
Der Luftdruck nimmt mit der Höhe über dem Meeresspiegel ab. Diese Druckabnahme wird in einer isothermen Atmosphäre durch die barometrische Höhenformel beschrieben. Die Druckabnahme beträgt in geringen Höhen über dem Meeresspiegel 1 mPa pro 8 m Höhenunterschied. In größeren Höhen erfolgt die Luftabnahme langsamer.
- Luftschall:
mechanische Schwingungen und Wellen, die im Übertragungsmedium Luft erfolgen.
- Mach-Zahl:
(nach E. Mach): Formelzeichen Ma (oder auch M); der Quotient aus der Geschwindigkeit u eines sich in einem Medium bewegenden Körpers und der Schallgeschwindigkeit v in diesem Medium:
Ma = u / v
Bei Ma = 1 fliegt also beispielsweise ein Flugzeug mit Schallgeschwindigkeit, bei Ma = 2 mit doppelter und bei Ma = n mit n-facher Schallgeschwindigkeit in der betreffenden Luftschicht. Da die Schallgeschwindigkeit von den meteorologischen Verhältnissen abhängt und von Zeitpunkt zu Zeitpunkt und von Ort zu Ort verschieden sein kann, ist auch die Geschwindigkeit über Grund eines mit Ma = 1 fliegenden Flugzeugs nicht immer überall gleich groß.
- Maße:
Verhältnisgrößen
- Medium:
Stoff, an dem sich ein physikalischer Vorgang abspielt.
- Mikrofon:
Gerät, mit dessen Hilfe Schallschwingungen in elektrische Spannungs- und Stromschwankungen umgewandelt werden können. Die einfachste Bauart stellt das Kohlenmikrofon dar. Hinter einer Metallmembran liegt eine Schicht freier Kohlekörner. Die beim Sprechen erzeugten Schallwellen veranlassen die Membran zum Schwingen. Diese drückt dadurch die Kohlekörner periodisch zusammen, wodurch sich deren elektrischer Widerstand im selben Rhythmus ändert. Ein elektrischer Strom, der von der Membran zu einer Elektrode fließt, schwankt daher ebenfalls mit der Periode der Schallwelle. Ein hochwertiges Mikrofon ist das Kondensatormikrofon. Als Membran wird hierbei eine Platte eines Plattenkondensators verwendet. Durch die Bewegung der Membran infolge des Auftreffens der Schallwellen ändert sich die Kapazität des Kondensators im Rhythmus der Schallschwingungen. Liegt der Kondensator mit einer elektrischen Spannungsquelle in einem Stromkreis, so tritt wegen der zeitlichen Schwankung der Kapazität in diesem Kreis ein Wechselstrom auf (Lade- und Entladeströme), dessen zeitlicher Verlauf mit dem der Schallschwingung übereinstimmt.
- Mittelwert:
Schallpegelparameter
- Modulation:
Veränderung von Merkmalen einer Schwingung (Trägerschwingung) entsprechend dem Verlauf einer zweiten Schwingung (der sogenannten modulierten Schwingung). Man unterscheidet dabei im wesentlichen zwei Verfahren:
Amplitudenmodulation (Abk. AM): Die Auslenkung der Trägerschwingung wird bei konstanter Frequenz entsprechend der modulierten Schwingung verändert.
Frequenzmodulation (Abk. FM): Die Frequenz der Trägerschwingung wird durch die modulierte Schwingung beeinflusst; die Amplitude der Trägerschwingung bleibt ungeändert.
- Nachhall:
Schallreflexion, bei der im Gegensatz zum Echo der zurückgeworfene Schall nicht getrennt im Originalschall wahrgenommen werden kann, sondern in ihn übergeht. Nachschallerscheinungen spielen eine wichtige Rolle in der Raumakustik. In geschlossenen Räumen sind sie im allgemeinen erwünscht, da durch sie der Originalschall verstärkt wird.
- Nachhallzeit:
wird als dasjenige Zeitintervall definiert, innerhalb dessen der Schalldruckpegel um 60 dB abnimmt.
- Oberschwingung:
Grundschwingung
- Obertöne:
die zugleich mit dem Grundton, d.h. mit dem tiefsten Ton eines Tongemisches (z.B. eines Klanges), auftretenden Töne höherer Frequenz. Sind die Frequenzen der Obertöne ganzzahlige Vielfache der Frequenz des Grundtones, spricht man von harmonischen Obertönen, andernfalls von unharmonischen Obertönen. Physikalische Ursache der Obertöne sind Oberschwingungen der Schallquelle.
- Ohmsches Gesetz:
Gesetz, das den Zusammenhang zwischen Spannung und Stromstärke in einem Leiterkreis beschreibt. Die Stromstärke I ist proportional zur anliegenden Spannung U. Damit ist nach der Definition des Widerstandes: R = U / I = const. Das heißt, bei konstanter Temperatur ist der Widerstand R von der Spannung U unabhängig.
- Ohr:
das der Schallaufnahme dienende Sinnesorgan von Menschen und Tieren. Am menschlichen Ohr lassen sich drei Abschnitte unterscheiden: 1. das äußere Ohr mit Ohrmuschel und Gehörgang; 2. das Mittelohr mit Trommelfell, Paukenhöhle, Gehörknöchelchenkette (Hammer, Amboss und Steigbügel) und Ohrtrompete (Eustachische Röhre); 3. das Innenohr (Labyrinth) mit Vorhof, Bogengängen und Schnecke (Cochlea).
Der leicht geknickte Gehörgang ist etwa 2,5 cm lang und hat einen Durchmesser von 6 - 8 mm. Er hat die Aufgabe, die auftreffenden Schallwellen zum Mittelohr zu transportieren.
Der Gehörgang wird durch das Trommelfell abgeschlossen Es ist ein leicht gespanntes, trichterförmiges Häutchen. Seine wirksame Fläche ist etwa 55 mm2 und seine Dicke beträgt etwa 0,08 - 0,1 mm. An seiner Rückseite ist die Gehörknöchelchenkette befestigt. Sie besteht aus Hammer, Amboss und Steigbügel und stellt ein Hebelsystem dar. Die Steigbügelfußplatte, deren Fläche etwa 3,2 mm2 beträgt, grenzt an das mit Lymphflüssigkeit gefüllte Innenohr (Labyrinth). Der Raum zwischen Trommelfell und Innenohr heißt Paukenhöhle. Trommelfell und Gehörknöchelchenkette stellen aufgrund ihrer Elastizität ein schwingungsfähiges Gebilde dar. Es wird durch die auftreffenden Schallwellen zu erzwungenen Schwingungen erregt. Schon nach einer Einschwingzeit von 0,25 Millisekunden stimmt der Verlauf der erzwungenen Schwingung mit dem der erregenden Schallschwingung überein. Bedingt durch die Hebelwirkung der Gehörknöchelchenkette einerseits und durch die verschieden großen Flächen von Trommelfell und Steigbügelfußplatte andererseits, ist der von den Schallschwingungen hervorgerufene Wechseldruck an der Steigbügelfußplatte etwa 22 mal so groß wie am Trommelfell.
Die ordnungsgemäße Funktion von Trommelfell und Gehörknöchelchenkette ist abhängig von einer guten Belüftung der Paukenhöhle. Der notwendige Druckausgleich erfolgt über die Ohrtrompete (Eustachische Röhre), eine etwa 3,5 cm lange Verbindung zwischen Paukenhöhle und Nasen-Rachenraum.
Das mit Lymphflüssigkeit gefüllte Innenohr besteht aus den Bogengängen - dem hier nicht näher betrachteten Gleichgewichtsorgan - aus Vorhof und der Schnecke, dem eigentlichen Hörorgan, in dem die Schallschwingungen in Nervenimpulse umgewandelt werden.
Die Schnecke (Cochlea) ist ein in etwa 2 1/2 Windungen spiralig- schraubenförmig aufgewickelter, schlauchförmiger Doppelgang, der ausgestreckt eine Länge von ca. 35 mm hat. Auf der Basilarmembran, einer häutigen Scheidewand in der Schnecke, sitzt das Cortische Organ, das eigentliche Hörorgan im engeren Sinne. Es trägt in vier parallelen Reihen angeordnet eine große Anzahl von Sinneszellen, die Haarzellen. Die Haarzellen der zur Schneckenachse hin innersten Reihe - die inneren Haarzellen - tragen linienförmig angeordnete Sinneshärchen (Zilien); die Härchen der drei Reihen äußerer Haarzellen sind V- oder W-förmig angeordnet. Pro Millimeter trägt die Basilarmembran etwa 100 Viererreihen von Haarzellen mit weit über 10 000 Härchen. Etwa 30 000 Nervenfasern stellen die Verbindung zwischen den Haarzellen und dem Gehirn her. Der obere der beiden Schneckenkanäle, Vorhoftreppe oder Scala vestibuli genannt, wird zur Paukenhöhle hin durch das ovale Fenster begrenzt. Der untere Schneckenkanal wird Paukentreppe oder Scala tympani genannt. Er wird zur Paukenhöhle hin durch das runde Fenster begrenzt. Beide Fenster sind von dünnen Membranen bedeckt.
Die vom Gehörgang aufgenommenen und vom Trommelfell und Gehörknöchelchenkette weitergeleiteten Schallschwingungen gelangen über die Steigbügelfußplatte und die Membran des ovalen Fensters in die Lymphflüssigkeit des oberen Schneckenkanals und bewirken in ihr Druckschwankungen. Diese können über die elastische Basilarmembran auf den unteren Schneckenkanal übertragen werden. Dort erfolgt, da die Flüssigkeit praktisch inkompressibel ist, ein Druckausgleich zur Paukenhöhle. Infolge der Druckschwankungen bildet sich in der Schnecke eine sogenannte Wanderwelle heraus, die sich längs der Basilarmembran bewegt. Ihre Amplitude nimmt zunächst mit der Entfernung vom ovalen Fenster zu, erreicht einen Höchstwert und sinkt dann sehr rasch auf Null ab. Die Lage des Höchstwertes der Amplitude dieser Wanderwelle hängt von der Frequenz der auftreffenden Schallwelle ab. Je höher diese Frequenz ist, um so näher am ovalen Fenster liegt der Höchstwert. Druckschwankungen mit niedrigen Frequenzen werden über das Helicotrema an der Schneckenspitze ausgeglichen. Dadurch können wir Tonhöhenunterschiede wahrnehmen.
Durch die Auslenkung der Härchen hauptsächlich der inneren Haarzellen werden elektrische Prozesse in den Haarzellen eingeleitet, die schließlich eine Veränderung der elektrischen Nervenimpulse bewirken und vom Hörzentrum im Gehirn weiterverarbeitet werden.
Wir können etwa 1000 verschiedene Tonhöhen im Frequenzbereich von 16 Hz bis 16 kHz unterscheiden. Bei dieser erstaunlich scharfen Frequenzanalyse spielen die Härchen der äußeren Haarzellen eine wichtige Rolle. Sie sorgen durch aktive Bewegung im Takt der Wellenbewegung dafür, dass das Wellenmaximum wesentlich schärfer ausgeprägt wird als bei allein passiver Bewegung der Basilarmembran; dabei spielt wahrscheinlich eine Rückkopplung über die zum Gehirn und von dort zu den inneren Haarzellen verlaufenden Nervenfasern eine Rolle.
Durch die aktive Bewegung der äußeren Sinneshärchen wird sowohl die große Frequenzauflösung als auch die erstaunliche Empfindlichkeit unseres Gehörs erreicht. Die aktive Steuerungsfunktion der Sinneshärchen der äußeren Haarzellen ist für die Feinanalyse beim Hören von Sprache unter ungünstigen Bedingungen wie Nebengeräuschen besonders wichtig.
- Ohrmuschel:
Ohr
- Ohrtrompete:
Ohr
- Oktave:
der 8. Ton einer diatonischen Tonleiter, Schwingungsverhältnis 2:1 zum Grundton. Hat ein Ton die Frequenz f1, so hat der um eine Oktave höhere Ton die Frequenz
f8 = 2 * f1
- Oszillogramm:
von einem Oszillographen aufgezeichnetes (Schwingungs-)Bild.
- Oszillograph:
Schwingungsschreiber
- ovales Fenster:
Ohr
- Pädaudiologie:
ist die Wissenschaft, die sich mit dem Hören und mit den Hörstörungen im Kindesalter beschäftigt.
- Pascal:
Druckeinheit
- Paukenhöhle:
Ohr
- peak-to-peak:
Schallpegelparameter
- Pegel:
Verhältnisgrößen
- Pegeladdition:
die Addition von Schallpegeln mehrerer Schallquellen muss der logarithmischen Skala entsprechend erfolgen. Zwei gleich laute Schallquellen ergeben daher keineswegs den doppelten Schallpegel, sondern nur eine Erhöhung um 3 dB, erst 10 gleich laute Schallquellen ergeben eine Erhöhung um 10 dB und damit eine Verdoppelung der Lautheitsempfindung.
- Pegelskala:
Der Hörbereich des Menschen reicht auf dieser Skala von 0 dB bis 140 dB. 0 dB stellt dabei die Hörgrenze dar, 120 dB die Schmerzgrenze. Eine Zunahme des Schalldruckpegels um 10 dB empfindet der Mensch im allgemeinen als doppelt so laut. Und umgekehrt: 1000 Autos verursachen z.B. an einer bestimmten Stelle einen Schalldruckpegel von 62 dB, 100 Autos entwickeln immer noch 52 dB.
- Periode:
Schwingungsdauer
- Permanent threshold shift - PTS:
Ist eine bleibende Hörschwellenverschiebung. Sie tritt auf, wenn Hörzellen häufig und bzw. lange überbelastet werden (ab 85 dB). Die Hörzellen gehen durch diese Überbelastung langsam zugrunde, d.h. sie erholen sich immer weniger und sterben ab. Ein Hörschaden ist entstanden. Die Folge ist eine Lärmschwerhörigkeit. Bestimmte Frequenzen ( am häufigsten sind zuerst die Frequenzen zwischen 2000 Hz und 6000 Hz betroffen) können nun nicht mehr gehört werden. Nach dem derzeitigen medizinischen Kenntnisstand ist Lärmschwerhörigkeit nicht heilbar.
- Phon:
Hinweisort (keine physikalische Einheit) zur Kennzeichnung der Lautstärke.
- Phononen:
die Energiequanten der Schwingungen in festen und flüssigen Körpern, auch Schallquanten genannt.
- PTS:
permanent threshold shift (andauernde Hörschwellenverschiebung), Schwerhörigkeit
- Punktquelle:
Schallquelle
- Reflexion:
Rückwurf von Schall
- Rekruitment:
Erhöhung der Reiz-Empfindungs-Kennlinie
- Resonanz:
die erzwungene Schwingung (meist sehr großer Amplitude), die zustande kommt, wenn auf ein schwingungsfähiges physikalisches System (z.B. ein Federpendel) eine periodisch sich ändernde äußere Kraft oder ein periodisch sich änderndes äußeres Feld einwirkt, deren bzw. dessen Frequenzen gleich oder nahezu gleich einer der Eigenfrequenzen des schwingungsfähigen Systems sind.
- Richtungshören:
stereophones Hören
Da wir zwei Ohren haben, können wir die Einfallsrichtung einer Schallwelle feststellen. Eine frontal einfallende Schallwelle trifft beide Ohren in gleicher Schwingungsphase, eine schräg einfallende dagegen mit einem Phasenunterschied. Vorder- und rückseitiger Einfall der Schallwelle kann durch die Form der Hörmuschel als richtungsempfindliches Empfangsorgan unterschieden werden. Bei tiefen Schallfrequenzen werden beide Ohren von Schallwellen annähernd gleicher Amplitude getroffen, da starke Beugung auftritt; die Ortung kann daher nur durch den Phasenunterschied erfolgen. Bei hohen Frequenzen ist der Ohrenabstand unwesentlich größer als die Schallwellenlänge; es kann offensichtlich nicht mehr der Phasenunterschied maßgebend sein. Dafür wird jetzt (über 1600 Hz) der Intensitätsunterschied durch mangelnde Beugung groß und allein maßgebend.
- rundes Fenster:
Ohr
- Sabine, Wallace Clement:
(1868 - 1919). Amerikanischer Physiker. Er formulierte die Gesetze, mit denen sich der Nachhall errechnen lässt.
- Schall:
mechanische Schwingungen mit Frequenzen zwischen 16 Hz und 20 000 Hz (Hörbereich), die sich in einem elastischen Medium (in der Regel in Luft) vorwiegend in Form von Longitudinalwellen fortpflanzen und im menschlichen Gehör einen Sinneseindruck hervorrufen können. In Festkörpern treten auch transversale Schallwellen auf, deren Energiequanten Phononen sind. Alle mechanischen Schwingungen und Wellen mit Frequenzen unterhalb von 16 Hz werden als Infraschall, oberhalb von 20 000 Hz als Ultraschall bezeichnet. Die vielgestaltigen Formen eines Schalls lassen sich in vier Gruppen einteilen: Ton, Klang, Geräusch, Knall:
Der Ton ist das einfachste Schallereignis. Er wird durch eine Sinusschwingung (harmonische Schwingung) verursacht. Die Tonhöhe hängt von der Frequenz, die Tonstärke von der Amplitude dieser harmonischen Schwingung ab. Je höher die Frequenz, desto höher der Ton, je größer die Amplitude, desto stärker der Ton.
Der Klang stellt ein Gemisch von Tönen dar, deren Frequenzen ganzzahlige Vielfache der Frequenz des tiefsten im Tongemisch vorhandenen Tones, des sogenannten Grundtones, sind. Die Frequenz dieses Grundtones bestimmt dabei die empfindungsmässige Klanghöhe.
Als Geräusch bezeichnet man ein Gemisch zahlreicher Töne rasch wechselnder Frequenzen und rasch wechselnder Stärke.
Der Knall wird hervorgerufen durch eine schlagartig einsetzende, sehr kurz andauernde mechanische Schwingung großer Amplitude.
Beim Schall treten wie bei anderen Wellen Beugung, Brechung, Absorption, Interferenz und Reflexion auf; man spricht dabei von Schallbeugung, Schallbrechung usw. Die physikalischen Eigenschaften des Schalls werden durch die Schallfeldgrößen charakterisiert. Schallquellen werden auch als Schallgeber bezeichnet.
- Schallanalyse:
(Schallspektroskopie): die Zerlegung eines Schalls in seine sinusförmigen Bestandteile, d.h. in seine Teiltöne. Es handelt sich dabei um eine harmonische Analyse einer zusammengesetzten Schwingung.
- Schallaufzeichnung:
Speicherung von Schallvorgängen für eine spätere Wiedergabe. Man unterscheidet mechanische, elektromechanische, magnetische und photometrische Verfahren:
Bei der mechanischen Schallaufzeichnung versetzt der Schall eine dünne Platte in erzwungene, der Schallschwingung entsprechende Schwingungen. Mit der Platte fest verbunden ist ein spitzer Stift, der im Rhythmus der Plattenschwingungen schwingt; dabei gräbt er eine der Schwingung entsprechende Furche in eine sich unter ihm drehende Wachswalze oder Wachsplatte.
Das Aufnahmegerät kann gleichzeitig auch als Wiedergabegerät verwendet werden, wobei der eben beschriebene Vorgang in umgekehrter Reihenfolge abläuft. Bei diesem heute veralteten Verfahren lässt sich nur eine sehr geringe Klangtreue erreichen.
Die elektromechanische Schallaufzeichnung ähnelt im Prinzip dem mechanischen Verfahren. Der Stift, der die Schallspur in die Wachsplatte gräbt, wird hierbei allerdings nicht vom Schall direkt gesteuert, sondern auf dem Umweg über elektrische Schwingungen.
Auch bei der magnetischen Schallaufzeichnung werden die Schallschwingungen zunächst mit Hilfe eines Mikrofons in elektrische Schwingungen umgewandelt. Diese werden verstärkt und erzeugen in einem Aufnahmekopf ein im Rhythmus der Schallschwingungen wechselndes Magnetfeld. Dadurch wird ein am Aufnahmekopf vorbeilaufendes, mit einer dünnen Schicht eines magnetisierbaren Materials bedecktes Kunststoffband (Magnetophonband, Tonband) verschieden stark magnetisiert. Bei der Wiedergabe läuft dasselbe Band an einem Hörkopf vorbei, in dem durch die unterschiedlich starke Magnetisierung eine elektrische Wechselspannung induziert wird, die wiederum verstärkt und von einem Lautsprecher als Schall abgestrahlt wird.
Bei der photographischen Schallaufzeichnung nach dem Intensitätsverfahren werden die Schallschwingungen mit Hilfe eines Mikrofons in elektrische Schwingungen umgewandelt. Diese gelangen über einen Verstärker zu einer Kerr-Zelle, worin sie unter Ausnützung des Kerr-Effektes in Helligkeitsschwankungen eines Lichtstrahls umgewandelt werden. Der Lichtstrahl fällt auf einen vorbeilaufenden Filmstreifen und schwärzt diesen je nach Helligkeit verschieden stark. Bei der Wiedergabe wird der Film zwischen einer Photozelle und einer auf sie gerichteten Lichtquelle vorbeibewegt. Die Schwärzungsstufungen des Filmes verursachen unterschiedlich starke Intensitäten des auf die Photozelle fallenden Lichtstrahls. Diese Helligkeitsschwankungen werden in elektrische Schwingungen umgewandelt, die über einen Verstärker zu einem Lautsprecher gelangen. Bei der photographischen Schallaufzeichnung nach dem Amplitudenverfahren werden die Schallschwingungen zunächst ebenfalls über ein Mikrofon in elektrische Schwingungen umgewandelt. Diese steuern durch die von ihnen erzeugten elektromagnetischen Kräfte einen auf einer dünnen Drahtschleife (Oszillographenschleife) angebrachten Spiegel. Über diesen im Rhythmus des aufzuzeichnenden Schalls schwingenden Spiegel wird ein Lichtband auf einen vorbeilaufenden Filmstreifen reflektiert. Je nach Stellung des Spiegels wird dabei ein schmäleres oder breiteres Stück des Filmbandes belichtet.
- Schallausschlag:
Formelzeichen y; der zeitlich und örtlich veränderliche Abstand der schwingenden Teilchen des Ausbreitungsmediums von ihrer Ruhelage (Schallfeldgrößen).
- Schalldämm-Maß:
Definiert wird das Schalldämm-Maß durch das 10-fache logarithmische Verhältnis der auf einen Bauteil auftreffenden Schall-Leistung zu der von dem Bauteil abgestrahlten Schall-Leistung.
Nach dem Massengesetz nimmt das Schalldämm-Maß bei Frequenzverdoppelung um 6 dB zu. Im Bereich der Koinzidenzfrequenz fg erfährt die Kurve des Schalldämm-Maßes aufgrund des Spuranpassungseffektes einen Einbruch.
- Schalldämmung:
Verminderung der Ausbreitung von Luftschall oder Körperschall
- Schalldämpfer:
Vorrichtung zur Minderung des Auspuffgeräuschs von Verbrennungskraftmaschinen; im Auspufftopf werden durch Reflexion und/oder Absorption Wechseldruckanteile stark vermindert. Bei Schusswaffen werden ähnlich gebaute Vorrichtungen auf den Lauf gesetzt, um den Mündungsknall zu dämpfen (mindern).
- Schalldichte:
Formelzeichen w; die mittlere räumliche Energiedichte in einer Schallwelle, d.h. der Quotient aus dem zeitlichen Mittel der Schallenergie in einem bestimmten Raumgebiet und dem Volumen des Raumgebietes (Schallgrößen).
- Schalldruck:
(Schallwechseldruck): Formelzeichen p; der bei der Schallwelle durch die schwingenden Teilchen im Ausbreitungsmedium verursachte Wechseldruck, der dem statischen Druck überlagert ist. In der Regel verwendet man die Bezeichnung Schalldruck für die Schalldruckamplitude.
Dimension: dim p = M * L-1 * Z-2
Gemessen wird der Schalldruck in Pascal (Pa). Im menschlichen Ohr vermag bereits ein Schalldruck von 0,00002 Pa eine Gehörempfindung hervorgerufen. Ein Schalldruck von 10 Pa verursacht dagegen schon eine Schmerzempfindung. (Schallfeldgrößen).
- Schalldruckpegel:
Schallpegel
zehnfacher dekadischer Logarithmus des Verhältnisses der Quadrate des Effektivwerts des Schalldrucks p und des Bezugsschalldrucks p0.
Lp = 10 lg (p2 / p02) in Dezibel (dB)
mit p0 = 20 µPa
In der Praxis der Lärmbekämpfung wird der Schalldruckpegel in Dezibel verwendet, unter Berücksichtigung der Frequenzabhängigkeit des menschlichen Ohres. Dazu wurde eine "Frequenzbewertung" eingeführt, welche die geringe Empfindlichkeit des menschlichen Ohres für die tiefen Frequenzen nachbildet. Diese Frequenzbewertung wurde international einheitlich festgelegt und mit A-Bewertung bezeichnet (Die weiteren mit B, C, und D bezeichneten Frequenzbewertungen werden nur wenig verwendet). Der mit dieser Frequenzbewertung gemessene Schalldruckpegel wird als "A-bewerteter Schalldruckpegel" dBA oder "A-bewerteter Schallpegel" LA bezeichnet und in Dezibel angegeben. Der A-bewertete Schalldruckpegel hat sich für die Beschreibung von Schallimmissionen als zweckmäßig erwiesen. Alle handelsüblichen Schallmessgeräte "Schallpegelmesser" messen den Schalldruckpegel und den A-bewerteten Schalldruckpegel. Viele Untersuchungen haben gezeigt, dass der A-bewertete Schalldruckpegel sehr gut geeignet ist, die Wirkung von Lärm auf den Menschen zu beschreiben sowohl im Hinblick auf Lauheitsempfinden als auch im Hinblick auf Lästigkeitsempfinden und Störwirkung als auch im Hinblick auf Gehörschädigung. Allgemein kann man zugrundelegen, dass bei einem gleichbleibenden gleichartigen Geräusch im Bereich über 40 dB ein Schallpegelunterschied von 1 dB kaum wahrnehmbar ist, 3 dB deutlich wahrnehmbar ist und 10 dB etwa doppelten Lauheitseindruck entspricht. Die Werte der A-Bewertung sind in unten angeführter Tabelle in Abhängigkeit von der Frequenz angegeben.
A-bewerteter Schall(druck)pegel LA:
Tabelle: A-Bewertung für Schallpegelmessungen
Frequenz [Hz] Bewertung [dB] 10
12,5
16
20
25
31,5
40
50
63
80
100
125
160
200
250
315
400
500
630
800
1000
1250
1600
2000
2500
3150
4000
5000
6300
8000
10000
12500
16000
20000-70,4
-63,4
-56,7
-50,5
-44,7
-39,4
-34,6
-30,2
-26,2
-22,5
-19,1
-16,1
-13,4
-10,9
-8,6
-6,6
-4,8
-3,2
-1,9
-0,8
0,0
0,6
1,0
1,2
1,3
1,2
1,0
0,5
-0,1
-1,1
-2,5
-4,3
-6,6
-9,3
Äquivalenter Dauerschallpegel Leq:
Einzahlangabe, die zur Beschreibung eines Schallereignisses mit schwankendem Schallpegel (z.B. Straßenverkehrslärm) dient. Er wird errechnet als der Schallpegel, der bei dauernder Einwirkung dem unterbrochenen Lärm oder Lärm mit schwankendem Schallpegel energieäquivalent ist.
Der äquivalente Dauerschallpegel wird üblich A-bewertet gemessen, bezeichnet mit LA,eq.
Beurteilungspegel Lr:
Schallpegel, welcher der Beurteilung einer Schallimmission zu Grunde zu legen ist. Er wird berechnet aus dem auf einen festgelegten Zeitabschnitt bezogenen äquivalenten Dauerschallpegel (Tag die lautesten 8 Stunden in der Zeit von 6 bis 22 Uhr, Nacht 22 bis 6 Uhr für den Verkehrslärm, bzw. die ungünstigste halbe Stunde für Betriebslärm), gegebenenfalls mit "Zuschlägen" für Tonkomponenten, Impulshaftigkeit, (Informationsgehalt) und mit dem "Schienenbonus" für Schienenverkehrslärm.
- Schallemission:
die gesamte Schallausstrahlung eines Schallstrahlers (Schallquelle)
- Schallempfänger:
Geräte, mit denen Schallschwingungen aufgenommen und in Schwingungen anderer Energieformen umgewandelt werden können. Schallempfänger, welche die Schallschwingungen in elektrische Schwingungen umwandeln, heißen Mikrofone. Sie spielen insbesondere bei der Schallmessung, der Schallaufzeichnung, der Schallübertragung und der Schallanalyse eine bedeutende Rolle.
- Schallempfindungsschwerhörigkeit:
Schwerhörigkeit
- Schallenergie:
Energie
- Schallfeld:
von Schallwellen erfülltes Raumgebiet. In hinreichend großer Entfernung von einer Schallquelle können die Schallwellen als ebene Wellen (Welle) betrachtet werden. Physikalisch beschrieben wird ein Schallfeld durch die Schallfeldgrößen.
- Schallfeldgrößen:
die ein Schallfeld charakterisierenden physikalischen Größen Schallausschlag, Schallschnelle, Schallintensität, Schalldruck und Schalldichte. Bei ebenen Schallfeldern, d.h. in hinreichender Entfernung von der Schallquelle, genügt die Angabe einer einzigen dieser Schallfeldgrößen, da sich die anderen dann rechnerisch ermitteln lassen.
- Schallgeber:
(Schallquellen): alle Körper mit der Fähigkeit zu mechanischen Schwingungen im Frequenzbereich zwischen Schwingungen im Frequenzbereich zwischen 16 Hz und 20 000 Hz (Hörbereich), die im menschlichen Gehör eine Schallempfindung hervorrufen können. Es kann sich dabei um feste, flüssige oder gasförmige Körper handeln. Von praktischer Bedeutung sind jedoch nur feste Schallquellen (wie schwingende Stäbe, Saiten oder Platten) und gasförmige (wie schwingende Luftsäulen in Pfeifen). Außer den auf mechanischem Wege erregten Schallgebern (dazu gehören die meisten Musikinstrumente) gibt es auch elektrisch erregte. Bei ihnen wird ein schwingungsfähiger Körper (z.B. eine Lautsprechermembran oder ein Schwingquarz) durch einen schallfrequenten Wechselstrom zu erzwungenen Schwingungen erregt. Die Frequenz des schwingenden Körpers stimmt dabei nach kurzer Einschwingzeit mit der Frequenz des erregenden Wechselstroms überein.
Bei einem magnetostriktiven Schallgeber wird die Erscheinung ausgenutzt, dass ein ferromagnetischer Stab beim Magnetisieren eine Längenänderung erfährt, die von Stärke und Richtung des ihn magnetisierenden Magnetfeldes abhängt. Bringt man einen solchen Stab in das Innere einer von einem elektrischen Wechselstrom durchflossenen Spule, so beginnt er wegen der ständigen Ummagnetisierung mit der Frequenz des Wechselstromes zu schwingen und strahlt dabei von seinen Stirnflächen Schall ab.
Bei einem piezoelektrischen Schallgeber wird die Erscheinung ausgenutzt, daß ein Quarzkristall in einem elektrischen Feld eine Längenänderung erfährt, die von Stärke und Richtung des Feldes abhängt. Bringt man einen solchen Quarzkristall zwischen die Platten eines Kondensators, an dem eine elektrische Wechselspannung liegt, so beginnt er mit der Frequenz dieser Wechselspannung zu schwingen und strahlt dabei Schall ab.
- Schallgeschwindigkeit:
Formelzeichen v; diejenige Geschwindigkeit, mit der sich Schallwellen in festen, flüssigen oder gasförmigen Ausbreitungsmedien fortpflanzen. Im allgemeinen ist sie in Gasen kleiner als in Flüssigkeiten und in Flüssigkeiten kleiner als in festen Körpern. Außer vom Material des Ausbreitungsmediums ist die Schallgeschwindigkeit insbesondere bei flüssigen und gasförmigen Körpern auch von Temperatur und Druck abhängig. Dagegen steht im allgemeinen keine Frequenzabhängigkeit. Bei der Schallausbreitung tritt also keine Dispersion auf.
- Schallgeschwindigkeit in festen Körpern:
Für die Ausbreitung longitudinaler Schallwellen in stabförmigen festen Körpern gilt die Beziehung:
v = Ö E/r
(v Schallgeschwindigkeit, E Elastizitätsmodul, p Dichte des Stabmaterials)
In der folgenden Tabelle sind die Schallgeschwindigkeiten longitudinaler Wellen für einige stabförmige Körper angegeben:
Stoff Schallgeschwindigkeit [m/s] Aluminium
Blei
Eisen
Elfenbein
Glas
Messing
Tannenholz5100
1200
5170
3000
5000
3420
5260
- Schallgeschwindigkeit in flüssigen Körpern:
Die Schallgeschwindigkeit von Longitudinalen Schallwellen in Flüssigkeiten ergibt sich aus der Beziehung:
v = 1/r * a
(a Kompressibilität, p Dichte des Materials)
In der folgenden Tabelle sind die Schallgeschwindigkeiten in einigen Flüssigkeiten bei 15°C angegeben:
Stoff Schallgeschwindigkeit [m/s] Alkohol
Kochsalzlösung (20%)
Petroleum
Quecksilber
Wasser
Ammoniak1170
1663
1600
1326
1430
1464
- Schallgeschwindigkeit in Gasen:
Für die Schallgeschwindigkeit longitudinaler Schallwellen in Gasen gilt unter Annahme einer adiabatischen Ausbreitung:
v = Ö * cp * p / cv * r = Ö cp * RT / cv * M
(p Druck des Gases, cp, cv spezifische Wärmekapazität des Gases bei konstantem Druck bzw. Volumen, r Dichte des Gases, R universelle Gaskonstante, T Temperatur des Gases in Kelvin, M Molekulargewicht des Gases)
In der folgenden Tabelle sind die Schallgeschwindigkeiten in Gasen bei einer Temperatur von 0°C und einem Druck von 101 325 Pa angegeben:
Stoff Schallgeschwindigkeit [m/s] Helium
Luft
Sauerstoff
Stickstoff
Wasserstoff971
331
316
334
1284
Zur Ermittlung der Schallgeschwindigkeit verwendet man häufig die Beziehung
v = v * l
(Frequenz, l Wellenlänge)
- Schallimmissionen:
grundlegende Größe zur Kennzeichnung der in einem Schallfeld vorhandenen Energie.
- Schallimmissionsplan:
Flächenhafte Darstellung der Schallimmission, gegeben durch den Beurteilungspegel in dB, in einem Plan.
- Schallintensität:
Schallstärke
- Schallkennimpedanz:
Schallwellenwiderstand
- Schallleiter:
elastisches Medium, in welchem sich mechanische Schallwellen fortpflanzen.
- Schallleitungsschwerhörigkeit:
Schwerhörigkeit
- Schallleistung W:
die von einer Schallquelle abgegebene akustische Leistung in Watt.
Quotient aus der gesamten von einer Schallquelle ausgestrahlten Energie und der Zeit , während der die Ausstrahlung erfolgt. Festlegung: Eine Schallquelle hat die Schallleistung 1 Watt, wenn von ihr in 1 Sekunde eine Energie von 1 Joule abgestrahlt wird. In der folgenden Tabelle sind die Leistungen einiger Schallquellen angegeben.
Unterhaltungssprache
Spitzenleistung der
menschlichen Stimme
Geige (fortissimo)
Flügel (fortissimo)
Trompete (fortissimo)
Orgel (volles Werk)
Pauke (fortissimo)
Großlautsprecher0,000 007 W
0,002 W
0,001 W
0,2 W
0,3 W
1-10 W
10 W
100 W - Schallleistungspegel LW:
zehnfacher dekadischer Logarithmus des Verhältnisses der Schallleistung W und der Bezugsschallleistung W0.
LW = 10 lg (W / W0) in Dezibel (dB) mit W0 = 10-12 Watt
A-bewerteter Schallleistungspegel LW,A:
der mit der A-Bewertung gemessene Schallleistungspegel.
- Schallmauer:
Bezeichnung für den starken Anstieg des Widerstands, der bei Annäherung der Fluggeschwindigkeit von Flugkörpern und Flugzeugen an die Schallgeschwindigkeit (in Luft) auftritt und oberhalb der Mach-Zahl Ma = 1 einen Extremwert erreicht.
- Schallpegelmesser:
ist ein Gerät mit dessen Hilfe man den Schallpegel messen kann. Ein Schallpegelmesser empfängt den Schall in ähnlicher Weise wie das menschliche Ohr und liefert objektive, reproduzierbare Messungen des Schalldruckpegels.
Zum Schallpegelmesser gehören im wesentlichen folgende Funktionsblöcke:
Das Mikrofon, der Vorverstärker, die Frequenzbewertung, der Detektor, die Zeitbewertung und die Anzeige. Das Mikrofon wandelt die akustischen Druckschwankungen in ein äquivalentes (gleichwertiges) elektrisches Signal um. Der Vorverstärker verstärkt das sehr schwache elektrische Signal vom Mikrofon. Mit der Frequenzbewertung ist es möglich Schallmessungen in Relation zum menschlichen Ohr durchzuführen. Der Detektor wandelt das AC-Signal (Wechselstromsignal) in ein DC-Signal (Gleichstromsignal) um. Das Signal wird hier in einen Pegel umgewandelt, der einen der Schallpegelparameter repräsentiert. Die Zeitbewertung bestimmt wie schnell der Schallpegelmesser auf Änderungen des Schallpegels anspricht. Die Anzeige gibt dem Benutzer den gemessenen Wert bekannt. Dies kann eine Digitalanzeige, eine "Thermometer"-Anzeige oder ein Drehspulinstrument sein. Die digitale Anzeige eines Schallpegelmessers wird jede Sekunde aufgefrischt, der jeweils angezeigte Pegel ist der maximale Effektivpegel, der während der letzten Sekunde aufgetreten ist.
- Schallpegelparameter:
Schallpegelmesser
Zu den Schallpegelparametern gehören: der Spitzenwert (peak), der Spitze-Spitze-Wert (peak to peak), der Mittelwert (average) und der Effektivwert (RMS = root means square).
Der Spitzenwert (peak) ist die maximale Amplitude (Ausschlag) des Signals. Dieser Parameter wird häufig gemessen, da er zusammen mit dem Effektivwert des Signals ein wichtiges Maß bei der Ermittlung der gehörschädigenden Wirkung von Lärm darstellt, insbesondere dann, wenn der Lärm stark impulshaltig ist. Der Spitze-Spitze-Wert (peak to peak) ist der Abstand zwischen der maximalen positiven Amplitude und der maximalen negativen Amplitude des Signals. der Spitze-Spitze-Werte werden in Schallmessungen gewöhnlich nicht verwendet. Der Mittelwert (average) ist das arithmetische Mittel des Signals. Er wird manchmal in Verbindung mit elektrischen Signalen verwendet, hat aber für Schallmessungen keine Bedeutung. Der Effektivwert (RMS = root means square) ist ein Maß für den Energiegehalt des Signals. Wenn wir von Schalldruckpegeln sprechen, dann ist, sofern nicht anders angegeben, immer der Effektivwertpegel gemeint.
Im Zusammenhang mit diesen Schallpegelparametern muss noch der Scheitelwert erwähnt werden, der das Verhältnis zwischen Spitzenwert und Effektivwert ausdrückt.
- Schallplatte:
Schallaufzeichnung
- Schallquelle:
Schallgeber
Eine Schallquelle strahl Schall ab. Man unterscheidet drei Schallquellenarten: Punktquellen, Linienquellen und Flächenquellen.
Punktquelle: liegt dann vor, wenn ihre Abmessungen im Vergleich zu den abgestrahlten Wellenlängen klein sind. Die Schallenergie breitet sich hier nach allen Richtungen gleichmäßig, also kugelförmig aus. Die Schallintensität nimmt im Quadrat mit wachsender Entfernung ab. Eine Abstandsverdoppelung entspricht also einer Abnahme des Schallpegels um 6 dB. Punktquellen sind z.B.: Musikinstrumente, Sprecher, einfache Lautsprecher usw.
Linienquelle: Sehr viele aneinandergereihte Punktquellen ergeben eine Linienquelle. Die Schallenergie breitet sich hier zylinderförmig aus. Da nur noch zwei Dimensionen zur Verfügung stehen, nimmt die Schallintensität proportional mit wachsender Entfernung ab. Eine Abstandsverdoppelung vermindert den Schallpegel um nur 3 dB.
Linienquellen sind z.B.: ein sehr langer Eisenbahnzug oder eine nicht abreißende Kolonne von Motorfahrzeugen.
Flächenquelle: Sehr viele aneinandergereihte Linienquellen ergeben eine Flächenquelle. Die Schallenergie breitet sich im Extremfall nur in einer Dimension aus. Die Schallintensität bleibt gleich (konstant), egal welcher Abstand. Flächenquellen sind z.B.: zahlreiche geöffnete Fenster einer Fabrikhalle, Flugzeughangar mit geöffneten Toren.
- Schallschirm:
im engeren Sinne eine freistehende Wand, die als Hindernis die Schallausbreitung beeinflusst, weil dann in den Raumteil hinter der Wand der Schall nicht direkt, sondern nur durch Schallbeugung an den Schirmkanten sowie durch Schallreflexion gelangen kann.
- Schallschnelle:
Formelzeichen u; die zeitlich und örtlich veränderliche Geschwindigkeit, mit der die Teilchen des Ausbreitungsmediums um ihre Ruhelage schwingen. Sie ist streng zu unterscheiden von der Schallgeschwindigkeit.
- Schallschutzfenster:
Lärmschutzfenster sind dreifach verglast und zwischen Rahmen und Mauer schallisoliert (ca. 40 dB).
- Schallschutzwand:
Lärmschutzwand
- Schallspektrum:
graphische Darstellung des Ergebnisses einer Schallanalyse in einem Koordinatensystem, auf dessen waagrechter Achse die Frequenz (meist im logarithmischen Maßstab) und auf dessen senkrechter Achse der Schalldruck oder der Lautstärkepegel der im analysierten Schall enthaltenen Teiltöne aufgetragen werden. Bei Klängen und Tongemischen besteht das Schallspektrum aus einer Anzahl paralleler senkrechter Linien. Man spricht dann von einem Linienspektrum oder einem diskontinuierlichen Spektrum. Bei Geräuschen dagegen liegen die Frequenzen der Teiltöne im allgemeinen so dicht beieinander, dass die einzelnen Linien nicht mehr getrennt werden können. Man erhält dann als Schallspektrum eine Kurve und spricht dann von einem kontinuierlichen Spektrum.
- Schallspektroskopie:
Schallanalyse
- Schallstärke:
Schallintensität
Formelzeichen I; Quotient aus der auf eine senkrecht zur Schallausbreitungsrichtung stehenden Fläche treffenden Schallleistung (gemessen in Watt) und der Größe dieser Fläche.
Die Schallintensität ist somit zahlenmäßig gleich der pro Zeiteinheit (z.B. pro Sekunde) durch die senkrecht zur Schallausbreitung stehende Flächeneinheit (z.B. 1 cm2) hindurchgehende Schallenergie. Eine Schallintensität von 1 W/cm2 liegt vor, wenn pro Sekunde durch eine senkrecht zur Schallausbreitungsrichtung stehende Fläche von 1 cm2 die Schallenergie von 1 Joule hindurchgeht.
Dimension:
dim I = dim Schallleistung = M * Z-3
dim Fläche - Schalltoter Raum:
Hallraum
In einem Raum mit stark absorbierenden Begrenzungsflächen wird nahezu die gesamte Schallenergie von den Begrenzungsflächen absorbiert, d.h., "geschluckt". Die Schallenergie breitet sich von der Quelle aus, als ob sich die Schallquelle im Freien befände. Man spricht daher auch vom sogenannten Freifeld. Einen solchen Raum bezeichnet man als reflexionsarmen oder auch schalltoten Raum.
- Schallwechseldruck:
Schalldruckpegel
- Schallwellenwiderstand:
Formelzeichen W0; Quotient aus Schalldruck p und Schallschnelle u in einem ebenen Schallfeld. Dimension:
dim W0 = dim p / dim u = M * L-2 *Z-1
Tritt im betrachteten Ausbreitungsmedium keine Absorption von Schallenergie auf, so gilt:
W0 = p / u = r * v
Diese Beziehung wird wegen ihrer äußeren Ähnlichkeit mit dem Ohmschen Gesetz der Elektrizitätslehre als Ohmsches Gesetz für die Schallschnelle bezeichnet. SI-Einheit der Schallkennimpedanz ist: 1g/cm2s.
Trifft eine Schallwelle auf die Trennfläche zweier Ausbreitungsmedien, also beispielsweise auf die Trennfläche zwischen Luft und Wasser, so ist der an dieser Grenzfläche reflektierte Teil der Welle umso größer, je größer der Unterschied der Schallkennimpedanzen der beiden Medien ist. Nur wenn beide Medien die gleiche Schallkennimpedanz besitzen, geht die Schallwelle reflexionsfrei durch die Trennfläche hindurch.
- Scheitelfaktor:
Schallpegelparameter
- Schmerzschwelle:
Fühlschwelle
- Schnecke:
Ohr
- Schwebung:
modulierte Schwingung
- Schwerhörigkeit:
Der Mensch hört, wenn die durch Schallwellen verursachten Schwingungen vor allem über Trommelfell, Gehörknöchelchen und ovales Fenster auf die Schnecke im Innenohr übertragen, von den Sinneszellen im Cortischen Organ in elektrische Potentiale umgewandelt und schließlich über Hörnerven zur weiteren neuralen Verarbeitung ins Gehirn geleitet werden.
Dieser Weg von den Schallwellen bis zum Höreindruck kann an mehreren Stellen gestört werden, was zu einer Beeinträchtigung der Hörfähigkeit führen kann. Diese Beeinträchtigung kann unterschiedlich stark sein und auf angeborenen oder erworbenen Defekten beruhen. Bei der Schallleitungsschwerhörigkeit (konduktive Störungen) ist die mechanische Leitung zum sensorischen Teil des Hörorgans beeinträchtigt. Sie kann z.B. durch einen missgebildeten äußeren Gehörgang verursacht werden. Außerdem können Entzündungen und krankhafte Veränderungen der Gehörknöchelchen im Mittelohr oder fehlender Druckausgleich durch Tubenverschluss die Schallleitung beeinträchtigen. Eine eingeschränkte Elastizität der Membranen im Innenohr kann ebenfalls Ursache der Schallleitungsschwerhörigkeit sein. Die Hörminderung äußert sich in einer Intensitätsdämpfung (unter Umständen sind Lautstärken bis 60 Phon nicht mehr hörbar) und einer Verringerung der Hörweite.
Lärmschwerhörigkeit: Wiederholte und langandauernde laute Schalleinwirkungen (z.B. Diskothekenmusik, "Beschallung" durch den Walkman) führen zunächst zu kurzfristigen Hör-Beeinträchtigungen. Wenn nach lauten Schalleinwirkungen keine größeren Pausen eingelegt werden, kommt es infolge einer teilweisen Zerstörung der feinen Härchen der Sinneszellen zu einer dauernden Lärmschwerhörigkeit (TTS, PTS).
Bei der Schallempfindungsschwerhörigkeit (sensorisch-neurale Hörstörungen) sind die Umwandlung der mechanischen Schallreize in nervöse Impulse und die Weiterleitung der Erregungen in den spezifischen Nerven zu den Hörzentren des Gehirns gestört. Innenohr- und Hörnerv-Erkrankungen können erblich bedingt sein, nach Erkrankungen der Mutter während der Schwangerschaft (z.B. Röteln) oder nach Komplikationen während der Geburt auftreten oder durch Hirnhautentzündungen verursacht werden. Ein Mensch, bei dem die zentralen Teile des Gehörs geschädigt sind, hört nicht nur schwächer (Hörschwellenerhöhung), sondern auch anders (Wahrnehmungsverzerrung), weil es in den verschiedenen Frequenzbereichen (meist den hohen) zu mehr oder weniger starken Ausfällen kommt. Dadurch werden Geräusche, Sprache und Musik in ihren jeweiligen Klangqualitäten entstellt und verzerrt.
Hörstörungen treten manchmal nur bei einem Ohr auf (monaurales Hören) Dies führt zur Unsicherheit bei der Ortung akustischer Reize. In einem unruhigen Umfeld haben die betreffenden Menschen Probleme, das Gesprochene zu verstehen.
Eine weitere Hörbeeinträchtigung beruht ausschließlich auf zentralen Wahrnehmungsstörungen. Die aufnehmenden Sinne sind durchaus intakt, aber die zentralnervöse Verarbeitung im Gehirn ist gestört.
- Schwingung:
Eine zeitlich periodische Änderung einer oder mehrerer Zustandsgrößen in einem physikalischen System, die auftritt, wenn bei Störung eines Gleichgewichtszustandes Rückstellkräfte wirksam werden, die den Gleichgewichtszustand wieder herzustellen suchen. Die sich ändernde Größe kann dabei beispielsweise der Abstand eines Körpers von seiner Ruhelage, die Temperatur eines Körpers, die Intensität einer Lichtquelle oder die Stärke eines elektrischen oder magnetischen Feldes sein.
Elastische Schwingung: Ein elastischer Körper (ein Körper an einer Schraubenfeder, eine Stimmgabel, eine gespannte Saite) führt bekanntlich Schwingungen aus, wenn er aus der Ruhelage gebracht und losgelassen wird. Solche Schwingungen bezeichnet man als elastische Schwingungen. Die Frequenz einer elastischen Schwingung ist von der Amplitude unabhängig. Sie ist zur Wurzel aus der Federkonstante direkt und zur Wurzel aus der schwingenden Masse verkehrt proportional. Da auf einen elastisch schwingenden Körper dieselbe Kraft wirkt wie auf einen harmonisch schwingenden Körper, darf man behaupten: elastische Schwingungen sind harmonische Schwingungen.
Harmonische Schwingung: Sinusschwingung
Gedämpfte Schwingung: Ist eine Schwingung, welche allmählich zur Ruhe kommt, da in der Praxis stets ein Teil der Schwingungsenergie in andere Energieformen (meist Wärmeenergie ) umgewandelt wird, nimmt die Amplitude allmählich nach null hin ab, sofern nicht ständig Energie zugeführt wird. Die Amplitudenabnahme erfolgt in den meisten Fällen so, dass das Verhältnis zweier aufeinanderfolgender Amplituden immer konstant ist. Die konstante Zahl k ist ein Maß für die Stärke der Dämpfung und heißt Dämpfungsverhältnis. Das Dämpfungsverhältnis ist stets größer als 1. Je größer k ist, desto stärker ist die Dämpfung und desto rascher klingt die Schwingung ab. Anstelle des Dämpfungsverhältnisses selbst wird häufig sein natürlicher Logarithmus benutzt. Man spricht dann vom logarithmischen Dekrement und bezeichnet diesen mit L. [L = ln k ]
Erzwungene Schwingung: Wird ein mit der Frequenz f schwingender Körper mit einem zweiten schwingungsfähigen Körper gekoppelt, so wird dieser zu erzwungenen Schwingungen mit der gleichen Frequenz f angeregt. Anwendungen: eine Geige gibt den Schall über ihren großen Holzkasten gut nach außen ab. Ohne diesen wäre sie kaum zu hören, da die Saiten wegen ihrer kleinen Oberfläche nur wenige Luftteilchen anstoßen können. Stimmgabeln werden auf einseitig offene Holzkästen gesetzt, um die schallabgebende Fläche zu vergrößern.
Modulierte Schwingung: Bei Überlagerung zweier Sinusschwingungen (f1, f2) mit geringfügigem Frequenzunterschied entsteht eine modulierte Schwingung mit der Modulationsfrequenz f1 - f2. Offenbar kommt sie dadurch zustande, dass die langsamere der beiden Schwingungen in ihrer Phase gegenüber der schnelleren etwas zurückbleibt und so die Phasenverschiebung alle möglichen Werte von 0 bis 2 p im Laufe der Zeit durchläuft. Bei Phasengleichheit tritt maximale Amplitude der resultierenden Schwingung auf, bei Gegenphasigkeit tritt minimale Amplitude und eventuell Auslöschung ein. Dieser Wechsel zwischen gegenseitiger Verstärkung und Schwächung erfolgt umso schneller, je mehr die Frequenzen der Teilschwingungen voneinander abweichen. Die Lautstärke des Tones schwankt periodisch. Man bezeichnet diese Erscheinung als Schwebung.
- Schwingungsdauer:
(Periode)
Formelzeichen T; die Zeit, die zu einer vollen Schwingung benötigt wird, bei einem schwingenden Pendel also beispielsweise für einen vollen Hin- und Hergang.
Frequenz n und Schwingungsdauer T hängen wie folgt zusammen:
T = 1 / n ' v = 1 / T - Schwingungsschreiber:
Oszillograph
Ist ein Gerät, welches das Zeit-Weg-Diagramm einer Schwingung unmittelbar sichtbar macht.
- Schwingungsweite:
Amplitude
- Sinneshärchen:
Ohr, Schwerhörigkeit
- Sinusschwingung:
harmonische Schwingung
Eine Schwingung, bei der die Auslenkung y dem Sinus (oder dem Kosinus) der Zeit t proportional ist. Die Schwingungsgleichung einer Sinusschwingung lautet:
y = A * sin (w * t + j0)
(A = Amplitude, w Kreisfrequenz, j0 Phasenkonstante).
- Sirene:
ein Schallgeber, bei dem der Schall durch die periodische Unterbrechung eines Luft- oder Gasstromes und die dadurch bewirkten Druckschwankungen hervorgerufen wird. Bei der Lochsirene geschieht dies durch eine im Luftstrom befindliche rotierende Lochscheibe.
- Spitzenwert:
Schallpegelparameter
- Spitze-Spitze-Wert:
Schallpegelparameter
- Sprache:
System von Zeichen, das der Gewinnung von Gedanken, ihrem Austausch zwischen verschiedenen Menschen sowie der Fixierung von erworbenem Wissen dient. Sprache kann als akustisch (Folge von Schallereignissen), soziales (mindestens 2 Sprecher/Hörer sind beteiligt) oder psychisches Phänomen (setzt innerpsychische Prozesse vor einer sprachlichen Äußerung und nach deren Rezeption voraus) oder auch als System log. Operationen aufgefasst werden. Die Beziehung zwischen Zeichen (z.B. sprachliche Äußerung) und Bezeichnetem (Ausschnitt aus der außersprachlichen Wirklichkeit) hängt von der jeweiligen Sprachgemeinschaft ab, die einem best. Ausschnitt aus der Wirklichkeit ein best. Zeichen konventional zuordnet.
- Steigbügel:
Ohr
- Stereophones Hören:
Richtungshören
- Stereophonie:
elektro-akustische Schallübertragung, die raumgetreues (stereophones) Hören gestattet; Anwendung im Tonfilm (mehrere Magnettonspuren; räumlich aufgestellte Wiedergabegeräte), bei Schallplatten, Tonbändern und in der Rundfunktechnik (Hochfrequenzstereophonie).
- Stimmgabel:
ist als gebogener schwingender Stab anzusehen, dessen Oberschwingungen durch die besondere Form schnell abklingen, so dass kurze Zeit nach Anschlagen nur noch der Grundton zu hören ist.
- Taubheit:
angeborene oder durch Krankheit erworbene hochgradige Schwerhörigkeit oder völlige Hörunfähigkeit. Angeborene oder in sehr frühem Alter erworbene Taubheit ist verbunden mit Stummheit (Taubstummheit). Verständigung durch Laut- oder Zeichensprache.
- Temporary threshold shift:
TTS, Schwerhörigkeit
Ist eine vorübergehende Hörschwellenverschiebung. Sie beruht auf einer Ermüdung der Haarzellen aufgrund starker langandauernder Lärmeinwirkung (z.B. Discobesuch). Die Haarzellen können sich aber erholen, das Hörvermögen bildet sich in einer lärmfreien Zeit mehr oder weniger vollständig zurück.
- tieffrequent:
tieftönig. Die tiefen Töne betreffend. Töne unter 500 Hz sind energieärmer und hören sich "dumpfer" an.
- Tinnitus:
Als Tinnitus bezeichnet man quälende, chronische Dauergeräusche aus einem Ohr mit Innenohrschwerhörigkeit. Er kann bisher weder medikamentös noch chirurgisch behandelt werden.
- Ton:
Schall
- Tonfrequenzen:
Frequenzen im Bereich des menschlichen Hörens, also zwischen 16 Hz und 20 000 Hz (Hörbereich). In der Elektronik gilt häufig eine Frequenz von 100 Hz als untere Grenze der Tonfrequenzen.
- Tonband:
Schallaufzeichnung
- Tonhaltigkeit:
der Anteil von Einzeltönen bei einem Geräuschvorgang
- Tonleiter:
Folge von Tönen, die bei einem beliebigen Ton (Grundton) beginnt und bei seiner mit ihm im Frequenzverhältnis von 2:1 stehenden Oktave endet.
Es gibt eine chromatische Tonleiter und eine diatonische Tonleiter.
Bei der chromatischen Tonleiter werden 11 Töne zwischengeschaltet. Eine Oktave wird bei der chromatischen Tonleiter daher in 12 gleiche Halbtonintervalle mit dem Frequenzverhältnis 1: 12Ö 2 geteilt. Überdies wird auf den Normton oder Kammerton a1 mit f = 440 Hz bezogen. Die Frequenzen der Halbtöne bilden nun eine geometrische Zahlenfolge mit dem Quotienten q= 12Ö 2 = 1,05946.
z.B. c2 = 440Hz * q3 = 523,2 Hz
Musikinstrumente die so gestimmt sind nennt man temperiert (z.B. Klavier, Harmonika). Auf solchen Instrumenten kann man verschiedene Tonleitern spielen. Die Abweichung der temperierten Stimmung von der musikalisch reinen oder natürlichen Stimmung ist so gering, dass sie den Musikgenuss nicht stört.
Bei der diatonischen Tonleiter werden zwischen Grundton und Oktave sechs Töne zwischengeschaltet.
- Transversalwelle:
Welle
- Trommelfell:
Ohr
- TTS:
temporary threshold shift (vorübergehende Hörschwellenverschiebung)
- Überschallgeschwindigkeit:
Geschwindigkeit eines Körpers, die größer ist als die Schallgeschwindigkeit im umgebenden Medium (Mach-Zahl > 1); auch Schallmauer.
- Ultraschall:
Ist ein für das menschliche Gehör nicht wahrnehmbarer Schall mit Frequenzen oberhalb des Hörbereichs von 20 000 Hz bis 1 GHz. Schall mit Frequenzen die höher sind als 1 GHz heißt Hyperschall. Ultraschall kann mit der Galton-Pfeife (auch Ultraschallpfeife oder Hundepfeife genannt) oder einer Ultraschallsirene erzeugt werden. Von besonderer praktischer Bedeutung ist jedoch die Erzeugung von Ultraschall mit magnetostriktiven und piezoelektrischen Ultraschallgebern (Schallgeber).
Ultraschall wird u.a. verwendet zur zerstörungsfreien Prüfung von Werkstücken in Hinblick auf schädliche Hohlräume, zur Entgasung von Metall- und Glasschmelzen und zur Tötung von Bakterien (Sterilisierung). In der medizinischen Diagnostik wird Ultraschall z.B. in der Kardiographie, in der Therapie z.B. zur Zerstörung kranker Zellen an schwer zugänglichen Stellen des menschlichen Körpers eingesetzt. Auch Nierensteine werden seit einiger Zeit mit Ultraschall zerkleinert.
- Verhältnisgrößen:
In der Akustik verwendet man ähnlich wie in der Nachrichtentechnik sehr häufig Verhältnisgrößen. Verhältnisse von linearen Größen zueinander bezeichnet man als Faktoren, (z.B. Reflexionsfaktor) z.B.: y1 / y0
Verhältnisse von quadratischen Größen zueinander heißen Grade. Z.B.: y12 / y02. Drückt man Verhältnisse von akustischen Größen gleicher Einheit zueinander logarithmisch aus, so erhält man Maße (z.B. Übertragungsmaß) oder Pegel (z.B. Schalldruckpegel).
Es gibt relative Pegel und absolute Pegel.
Relative Pegel sind ausschließlich Wertverhältnisse, aus denen keinerlei Rückschlüsse auf die Zahlenwerte und Einheiten der einzelnen, zueinander im Verhältnis gesetzten Größen gezogen werden können.
Bei absoluten Pegeln ist die im Nenner stehende Größe durch Vereinbarung festgelegt. Man nennt sie Bezugsgröße. Dem Wert der Bezugsgröße wird der Pegelwert 0 (Nullpegel) zugeordnet.
- Vorsatzschale:
eine leicht biegeweiche Platte, die in gegebenem Abstand vor einer biegesteifen Platte angebracht wird.
- Vorverstärker:
Schallpegelmesser
- Walkman:
kleiner tragbarer Kassettenrecorder mit Kopfhörern
- Weber-Fechnersche Gesetz:
kann wie folgt formuliert werden:
a.) Relativ (d.h. prozentual, nicht absolut) gleiche Reizänderungen bewirken absolut gleiche Empfindungsänderungen .
b.) In geometrischer Folge wachsende Reizstärken verursachen in arithmetischer Folge wachsende Sinneseindrücke.
Beispiel: Alle Sinneseindrücke sind psychische Erlebnisse. Verursacht werden sie durch Reize, das sind physikalische Vorgänge. Das Gehörorgan vermittelt bei Reizung durch eine Schallwelle die Empfindung eines Tones bestimmter Tonhöhe und Lautstärke. Zwischen vielen Eigenschaften der Reize und den entsprechenden Eigenschaften der Wahrnehmungen besteht derselbe gesetzmäßige Zusammenhang. Er lässt sich am einfachsten und sichersten anhand der Schallfrequenz und der ihr zugeordneten Tonhöhe feststellen: Fest steht, dass eine Erhöhung der Schallfrequenz (Reizgröße) mit einem bestimmten Faktor stets eine Tonerhöhung (Sinneseindruck) um ein bestimmtes Intervall, also um eine bestimmte Differenz, ergibt. Einer geometrischen Folge von Schallfrequenzen entspricht eine in gleichen Tonintervallen, also arithmetisch, fortschreitende Tonfolge. Erhöht man etwa die Schallfrequenz von 440 Hz um 25 %, also um 110 Hz, so hört man das Intervall einer Terz. Erhöht man die Schallfrequenz von 880 Hz ebenfalls um 25 %, das sind hier 220 Hz, so hört man wieder das Intervall einer Terz. Unser Gehörorgan stellt also nicht die absolut, sondern die relativ gleichen Reizänderungen als gleich fest. Diese für alle Sinnesorgane gültige Gesetzmäßigkeit wird als Weber-Fechnersche Gesetz bezeichnet.
- Welle:
Räumlich und zeitlich periodischer Vorgang, bei dem Energie transportiert wird, ohne dass gleichzeitig auch ein Massentransport stattfindet. Die transportierte Energie wechselt dabei periodisch ihre Form.
Schwingen die einzelnen Teilchen senkrecht zur Fortpflanzungsrichtung, nennt man eine solche Welle Transversalwelle oder Querwelle. Verläuft dagegen die Schwingungsrichtung parallel zur Ausbreitungsrichtung, liegt eine Longitudinalwelle oder Längswelle vor. Bei einer Transversalwelle folgen Wellenberg und Wellental, bei einer Longitudinalwelle Verdichtung und Verdünnung der schwingenden Teilchen des Ausbreitungsmediums aufeinander.
stehende Welle:
Interferenz
Werden zwei in entgegengesetzter Richtung laufende sonst aber gleichartige Wellen überlagert, so entsteht eine stehende Welle. Der Abstand zweier Knoten ist gleich der halben Wellenlänge der fortschreitenden Welle.
Bedingung für das Zustandekommen einer stehenden Welle ist: bei einer stehenden Welle sind nur jene Knotenabstände zulässig, mit denen sich die Randbedingungen erfüllen lassen. Die Randbedingungen sind: Bei zwei festen Enden liegt an beiden Enden ein Knoten und dazwischen daher eine ganze Zahl halber Wellenlängen. Sind beide Enden frei, so liegt an ihnen je ein Bewegungsbauch und dazwischen ebenfalls eine ganze Zahl halber Wellenlängen.
Bei einer stehenden Welle gibt es Punkte, die nicht schwingen, deren Amplitude also Null ist; sie heißen Bewegungsknoten. Alle Punkte zwischen zwei benachbarten Knoten schwingen in gleicher Phase, aber mit verschiedener Amplitude. Die Stellen maximaler Amplitude heißen Bewegungsbäuche. Punkte, deren Abstand gleich dem Abstand benachbarter Knoten ist, schwingen mit gleicher Amplitude in entgegengesetzter Phase.
Es gibt stehende Transversalwellen und stehende Longitudinalwellen. Für beide gelten obige Regeln.
- Wellenlänge:
Formelzeichen l . Abstand zweier aufeinanderfolgender Punkte einer Welle, die sich im gleichen Schwingungszustand befinden.
- Widerhall:
Echo
- Zeichensprache:
Lautsprache; Es ist eine Fingersprache mit Handalphabet.
- Zeitbewertung:
Schallpegelmesser
Schallpegelmesser besitzen eine oder mehrere international genormte Zeitbewertungen oder Zeitkonstanten, um bei schwankenden Schallpegeln trotzdem Anzeigen am Schallpegelmesser zu erhalten, die vom menschlichen Auge noch verfolgt und interpretiert werden können. Sie helfen die Schwankungen zu reduzieren.
Die drei genormten Anstiegs- und Abfallzeitkonstanten für die Zeitbewertung sind: f (fast), s (slow) und i (impuls). Bei einem konstanten Signal muss der Schallpegelmesser in allen drei Zeitbewertungen den gleichen Pegel anzeigen. Häufig muss Schall in Übereinstimmung mit bestimmten Normen gemessen werden. In diesem Fall geben fast immer die Normen an, welche Zeitbewertung zu verwenden ist. Wenn keine Angaben gemacht werden, kann man sich an folgende Richtlinien halten: f (fast) und s (slow) sind dann zu verwenden, wenn das Schallsignal keine Impulse beinhaltet. In der Zeit, als Schallpegelmesser noch analoge Drehspulinstrumente enthielten, galt folgende Faustregel: verwende für alle Messungen grundsätzlich f, und wenn ein Überschwingen des Zeigers um mehr als 4 dB auftritt, dann verwende s. Für die heute verwendeten Digitalanzeigen kann man ähnlich verfahren.
Die Zeitbewertung i (Impuls) wird dann verwendet, wenn das Signal Impulse beinhaltet.
- Zilien:
Sinneshärchen, Ohr


