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Statuserhebung NO2 in Graz

2003-2009

Simulierter JMW an NO2 für 2012 und 2006 © Land Steiermark
Simulierter JMW an NO2 für 2012 und 2006
© Land Steiermark

Neben der Feinstaubbelastung zählt die Belastung durch Stickstoffdioxid zu den großen lufthygienischen Problemen in der Steiermark. Aufgrund der wiederholten Grenzwertüber-schreitungen nach dem Immissionsschutzgesetz Luft (IG-L) [BGBL 1997] in den vergangenen Jahren war es erforderlich eine Statuserhebung durchzuführen. Dieser Verpflichtung wurde bereits im Jahr 2003 nachgekommen und die Überschreitungs- situationen bis zum Jahr 2002 analysiert. [STATUSERHEBUNG 2003]. In den vergangenen Jahren hat sich sowohl die Kenntnis über die Emissionen von Stickstoffoxiden als auch die Methodik zur Darstellung von flächenhaften Immissionsbelastungen (Ausbreitungsmodelle zur numerischen Ausbreitungssimulation) deutlich erweitert und verbessert. Daher wird nun die seinerzeitige Statuserhebung aktualisiert und an die neuen Erkenntnisse angepasst.

Die vorliegende Statuserhebung behandelt die IG-L-Grenzwertüberschreitungen für den Schadstoff NO2, die in den Jahren 2003 - 2009 aufgetreten sind. Anders als beim Feinstaub gibt es bei  den Stickstoffoxiden einen eindeutigen Hauptverursacher, nämlich den Verkehr. Die unter den vorhandenen Rahmenbedingungen effektivste Maßnahme zur Verringerung der NO2-Belastung wäre also die Reduktion der spezifischen Motoremiss- ionen. Da  diese Reduktionen aber nicht nur innerhalb eines kleinen, innerstädtischen Gebietes von Graz realisiert werden müssten, sondern in einem weiträumigen Gebiet inklusive der Autobahnen um Graz, ist das Problem nicht allein auf der Ebene des Bundeslandes zu lösen, sondern wird zumindest auf die nationale Ebene gehoben. Realistischerweise können aber NOx-Reduktionen im Verkehr nur durch die europäische Gesetzgebung (EURO-Abgasnormen) erzielt werden.

Während für Überschreitungen des Kurzzeitwertes das Zusammentreffen von besonderen, kurzzeitig auftretenden Bedingungen ausschlaggebend ist, werden Überschreitungen des Jahresmittel-Grenzwertes durch hohe durchschnittliche Emissionen, verbunden mit generell schlechten Ausbreitungsbedingungen verursacht, die vor allem in den Tälern und Becken des südlichen Alpenvorlandes das Hauptproblem bei den Auswirkungen der Emissionen auf die Luftqualität darstellen.

Trotz der tendenziell abnehmenden NOx-Emissionen aus dem Straßenverkehr (kontinuierliche Flottener- neuerung sowie strengere Emissionsstandards) ist generell mit keiner wesentlichen Entspannung der NO2 Belastung im Raum Graz zu rechnen, insbesondere wenn, wie im IG-L vorgesehen, der Grenzwert für den Jahresmittelwert an NO2 von derzeit 40 μg/m³ (2009) auf 30 μg/m³ abgesenkt werden wird. In der künftigen Maßnahmenplanung sollte auch die in der Relation zunehmende Bedeutung der Emissionen aus den Gewerbebetrieben und dem Hausbrand berücksichtigt werden.

 

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