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Altlasten und Verdachtsflächen in der Steiermark

Beurteilung von Altstandorten und Altablagerungen

Umweltgefährdung © Land Steiermark
Umweltgefährdung
© Land Steiermark

In der Steiermark wurden Altablagerungen und Altstandorte bereits vor Inkrafttreten des Altlastensanierungsgesetzes (ALSAG, BGBl. Nr. 299/1989 i.d.g.F)  in der "Grundwasserschutzkartei" erfasst und werden nun  in der Verdachtsflächendatenbank Steiermark geführt.

Gemäß ALSAG sind Flächen, von denen eine Gefahr für den Menschen oder die Umwelt ausgehen könnte, vom Landeshauptmann an das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft zu melden. Sie werden dort einer Erstbewertung unterzogen. Wird die Fläche auf Grund der Erstbewertung in den Verdachtsflächenkataster aufgenommen, werden vom Amt der Steiermärkischen Landesregierung Untersuchungen der Schutzgüter Grundwasser, Oberflächenwasser, Boden und Luft durchgeführt. Anhand der Untersuchungsergebnisse erfolgt die  Gefährdungsabschätzung der Verdachtsfläche. Stellt diese Fläche eine  Externe Verknüpfung erhebliche Gefahr für den Menschen oder die Umwelt dar, wird die Verdachtsfläche als Altlast in der Externe Verknüpfung Altlastenatlas-Verordnung ausgewiesen.

Gehen von der Verdachtsfläche auf Grund der Untersuchungen keine erheblichen Gefahren für Mensch und Umwelt  aus, verbleibt diese Fläche weiterhin in der Verdachtsflächendatenbank Steiermark, da geringe Restrisiken nicht ausgeschlossen werden können.  Im Falle einer Nutzungsänderung kann es zu erhöhten Aufwendungen kommen, z.B. höheren Kosten für die ordnungsgemäße Entsorgung von Aushubmaterial.

 

Auskünfte und Informationen

Es wird empfohlen, sich vor dem Kauf eines Grundstückes oder einer geplanten Nutzungsänderung darüber zu informieren, ob eine bestimmte Liegenschaft in der Verdachtsflächendatenbank Steiermark oder auch beim Umweltbundesamt im Verdachtsflächenkataster oder Altlastenatlas geführt wird, um in weiterer Folge verteuerte Bauvorhaben bzw. zivilrechtliche Probleme zu vermeiden.  
Die Verdachtsflächendatenbank Steiermark verzeichnet auch jene Flächen, deren Auswirkungen noch nicht überprüft wurden oder wo nach erfolgter Erstabschätzung nicht von einer erheblichen Gefahr für Mensch und Umwelt auszugehen ist.

  • Externe Verknüpfung Verdachtsflächendatenbank Steiermark - Abteilung 15

  • Externe Verknüpfung Verdachtsflächenkataster - Umweltbundesamt

  • Altlastensanierung - Finanzierung und Förderung

    Durch Einhebung von Beiträgen auf das Deponieren, Exportieren und Zwischenlagern von Abfällen können gemäß Altlastensanierungsgesetz bzw. Umweltförderungsgesetz Fördermittel für Maßnahmen, die zur Sanierung und Sicherung einer Altlast erforderlich sind, zur Verfügung gestellt werden.

    Voraussetzung für eine mögliche Inanspruchnahme von Fördermitteln ist die Ausweisung als Altlast mit Festlegung einer Prioritätenklasse. Förderungsziel ist die Reduktion bzw. Beseitigung der erheblichen Gefahr für den Menschen und  Umwelt. Einreichstelle für Förderungen gemäß Umweltförderungsgesetz zur Sanierung von Altlasten ist die Externe Verknüpfung Kommunalkredit Public Consulting GmbH (KPC). Hier erfahren Sie auch alles rund um Fördervoraussetzungen und -maßnahmen.

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