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Erhebungen zur Luftgütesituation 2017

Graz-St. Veit

Erhebungsgebiet © Land Stmk
Erhebungsgebiet
© Land Stmk

Die Luftgütemessungen in Graz-St. Veit wurden im Auftrag der BH Graz-Umgebung aufgrund von Anrainerbeschwerden über häufige Geruchsbelästigungen durchgeführt. Die Qualität des Geruches wurde als "bitumenartig" oder „asphaltartig" beschrieben.

Die Suche nach einem Verursacher erfolgte in enger Zusammenarbeit mit der zuständigen Gewerbebehörde der Bezirkshauptmannschaft Graz Umgebung, den betroffenen Personen vor Ort sowie den Firmenvertretern der Fa. Austria Asphalt. Die Erhebungen vor Ort zeigten rasch, dass Bitumengeruch bei den Beschwerdeführern auftrat. Obwohl der Immissionsort vom vermuteten Verursacher der Emissionen, dem Asphaltmischwerk der Austria Asphalt, durch einen Höhenrücken getrennt ist, konnte durch Modellrechnungen gezeigt werden, dass unter besonderen Windverhältnissen Geruchsfahnen bis zu den Beschwerdeführern verfrachtet werden können.
Zur Quantifizierung der Geruchshäufigkeiten wurden von Juni bis November 2017 Geruchsbegehungen durchgeführt, in deren Verlauf jene Gerüche, die zu den Beschwerden führen, eindeutig als Bitumengeruch identifiziert werden konnten.

Parallel durchgeführte Luftgütemessungen mit einer mobilen Messstation zeigten durchwegs geringe, für die Jahreszeit typische Belastungen. Hinweise auf lokale Quellen konnten nicht gefunden werden.

Obwohl immissionsseitig die Häufigkeit und die Qualität der Gerüche bestimmt werden konnten und die dazu erfassten meteorologischen Aufzeichnungen auch eindeutige Hinweise auf den Verursacher lieferten, war es nicht möglich, die Ursache für das häufige Auftreten der Geruchsimmissionen festzumachen. Modellrechnungen ergaben, dass so häufige Immissionsereignisse nur dann zu erklären sind, wenn die Emissionsmengen um ein Vielfaches über den gemessenen und den aus der Literatur bekannten Emissionsmengen liegen.

So ist es trotz der umfangreichen und aufwendigen Untersuchungen immer noch nicht möglich, die genauen Umstände für die beobachteten Immissionen zu klären. Es können daher auch keine gezielten Maßnahmen zur Verbesserung der Situation vorgeschlagen werden.

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