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Evaluierung der VBA-Umwelt-Steiermark

Betriebszeitraum 2018

Im vorliegenden Bericht werden die Ergebnisse der Evaluierung der VBA-Umwelt Steiermark gemäß VBA-Verordnung vom 31.10.2007 für den Betriebszeitraum 2018 zusammengefasst. Es wurde überprüft, ob der Algorithmus spezifikationsgemäß geschaltet hat und ob die geforderte Maßnahmenwirksamkeit erreicht wurde.

Die Überprüfung wurde jeweils  für die vier getrennt geschalteten Teilkorridore Ost, West, Süd und Nord für den Evaluierungszeitraum von 01.01.2018 bis 31.12.2018 durchgeführt.

Nach Analyse und Plausibilitätsprüfung der für den Algorithmus verwendeten Eingangsparameter wurden die  Datenausfälle und Schalthäufigkeiten statistisch ausgewertet und die daraus resultierende Maßnahmenwirksamkeit ermittelt. Die eingesparten Emissionen und die Auswirkungen auf den NOx-Immissionsbeitrag wurden berechnet.
Auf Basis der Ergebnisse wird die eventuell notwendige Änderung des Algorithmus für den zukünftigen Betrieb überprüft.

Hinsichtlich der meteorologischen Eingangsdaten (Windgeschwindigkeit, Kalmenhäufigkeit..),die einen maßgeblichen Einfluss auf die Schaltung der VBA Anlage haben, waren die Änderungen gegenüber dem Betriebsjahr 2017 nicht nachvollziehbar. Sie konnten daher bei der Anpassung der Schwellenwerte, die im Rahmen der Evaluierung so vorgenommen wurde, dass die erforderliche Maßnahmenwirksamkeit für 2018 erreicht worden wäre, nicht berücksichtigt werden.

Die prognostizierten Verkehrsdaten wiesen in allen Teilkorridoren gegenüber dem letzten Evaluierungszeitraum eine geringfügige Zunahme des Verkehrsvolumens auf. Die Anteile der vom flexiblen Tempolimit betroffenen Fahrzeugen stiegen ebenfalls, außer im Teilkorridor West.
Die PM10-Messdaten ergaben im Vergleich mit 2017 an allen Messstationen, mit Ausnahme von Judendorf-Süd, eine geringere PM10 - Belastung .

Die Datenverfügbarkeit war für das Modul 1 (PM10-Messungen) etwas besser als im Evaluierungszeitraum 2017, für das Modul 2 (Verkehrsdaten und meteorologische Daten) etwas geringer, blieb aber inssgesamt auf einem hohen Niveau.

Die höchste Anlagenschalthäufigkeit wurde im Korridor Süd erreicht (42,3%), gefolgt von Korridor Nord (37,6%), Ost (25,9%) und West (24,4%).
In den Korridoren West und Ost hat die Schalthäufigkeit gegenüber dem letzten Evaluierungszeitraum abgenommen, und in den Korridoren Nord und Süd hat die Schalthäufigkeit zugenommen
In allen vier Korridoren war in den Sommermonaten praktisch nur das Modul 2 für die Aktivierung des Tempolimits verantwortlich. In den Wintermonaten bewirkt die erhöhte Luftschadstoffbelastung, dass zusätzlich aufgrund des Modul 1 ein Tempolimit aktiviert wird.
Die höchsten Schalthäufigkeiten im monatlichen Verlauf traten in den Korridoren Ost und West im Monat März, die niedrigsten im  Monate Juni auf. Für den Korridor Süd wurden die höchsten Schalthäufigkeiten im August und die niedrigsten im April registriert, im Korridor Nord traten die höchsten Schalthäufigkeiten im November und die niedrigsten im Juni auf.
Im Tagesverlauf zeigen sich die höchsten Schalthäufigkeiten in allen Korridoren während den Verkehrsspitzen. In den Nachtstunden wurden deutlich niedrigere Schalthäufigkeiten erreicht.

Auf Basis der Verkehrsdaten und der Schalthäufigkeiten wurde die Emissionsreduktion in allen vier Korridoren berechnet. Insgesamt wurden im gesamten VBA Gebiet im Evaluierungszeitraum 5,4% der NOx-Emissionen der Pkws und 2,8% der PM-Auspuffemissionen der Pkws eingespart. Außerdem wurde der Kraftstoffverbrauch der Pkws um 2,5% reduziert.

Die geforderte Maßnahmenwirksamkeit von 75% bezogen auf ein statisches ganzjähriges Tempolimit wurde in keinem Teilkorridor erreicht. Bezogen auf ein statisches Tempolimit während des Winterhalbjahres wurde die Maßnahmenwirksamkeit von 100% in den Teilkorridoren Süd und Nord erreicht. Im Teilkorridor Ost und West wurde die geforderte Maßnahmenwirksamkeit knapp verfehlt.

Für den zukünftigen Betrieb der Anlage wird folgende Anpassung der Schwellenwerte für Modul 2 empfohlen. 

Angepasste Schwellenwerte für Modul2 auf Basis NOx:

Teilkorridor Schwellenwert [µg/m³]
Ost 49,0
West 38,0
Süd 33,0
Nord 33,0
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