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FAQ - Kapitel 1

Allgemeines

Was ist Feinstaub?

Dabei handelt es sich um flüssige oder feste Teilchen, die aufgrund ihrer Größe über eine mehr oder weniger lange Verweilzeit in der Luft verfügen. Ihr Teilchendurchmesser liegt unter 10 Mikrometer (µm), das ist 1/100 mm. Die Abkürzung für dieses Schadstoffgemisch lautet "PM10" (particulate matter).

Woher kommt Feinstaub?

Neben einer natürlichen Grundbelastung stammen diese Teilchen aus unterschiedlichsten Quellen wie Verkehr, Hausbrand, Industrie, Landwirtschaft, Bautätigkeiten, Schottergewinnung bzw. Steinbrüchen und anderem. In Graz stellt der Verkehr mit rund 45% Anteil an der Gesamtbelastung die größte Feinstaubquelle dar. Dieser hohe Anteil wurde aus den bisher aus dem Emissionskataster Graz verfügbaren Daten und der Zuordnung der Staubinhaltsstoffe aus dem "AQUELLA" -Projekt ermittelt. Dazu zählen unter anderem direkte Auspuffemissionen, Teilchen aus der Aufwirbelung, dem Materialabrieb und dem Salzanteil. Oft publizierte Daten, die dem Verkehr einen geringeren Anteil zuschreiben, gehen zumeist nicht auf die spezielle Situation in Graz ein, beziehen sich entweder nur auf bestimmte Feinstaubfraktionen oder nur auf die direkten Auspuffemissionen bzw. betreffen die gesamtösterreichische Situation.

Verursacher der Feinstaubbelastung (ermittelt aus Immissionsproben für belastete Situationen an der Messstation Graz Süd – AQUELLA-Projekt)

Warum ist Feinstaub ein Gesundheitsrisiko?

Die gesundheitliche Problematik des Feinstaubs liegt in seiner geringen Größe, denn je kleiner ein Teilchen, desto tiefer kann es in die Atemwege eindringen (Lungengängigkeit). Ultrafeinstäube gelangen so bis in die Alveolen - die feinsten Verästelungen der Lunge - und die Blutbahn, da der Körper für Partikel dieser Größe keine Abwehrmechanismen mehr besitzt.

Warum ist Feinstaub erst seit wenigen Jahren ein so heiß diskutiertes Thema?

Feinstaub gab es natürlich schon immer, allerdings wird er erst seit 2001 aufgrund von Vorgaben der EU messtechnisch erfasst. Zuvor wurde nur der gesamte Schwebstaub, also inklusive der gröberen Teilchen, gemessen. Seit Beginn der Feinstaubmessungen zeigt sich, dass die festgelegten Grenzwerte bei weitem nicht eingehalten werden können. Wenn keine Maßnahmen gegen die zu hohe Belastung getroffen werden, drohen weitere Klagen seitens der EU.

Welche Gebiete der Steiermark gelten als belastet?

Mit der Verordnung des Landeshauptmannes von Steiermark vom 4. August 2016, wird die Stmk. Luftreinhalteverordnung 2011 geändert. Die Änderung betrifft unter anderem auch die Ausweisung von Sanierungsgebieten. Der auffallend positive Trend der PM10-Immissionen in der Obersteiermark erlaubt eine weitere Rücknahme der Feinstaub-Sanierungsgebiete in der "Mur-Mürz-Furche", sodass nur mehr  2 Gebiete südlich des Alpenhauptkammes als belastet gelten.

  1. Großraum Graz
  2. Außeralpine Steiermark

Das Sanierungsgebiet „Großraum Graz" nach Abs.1 Z1 und jene Autobahnkorridore die gemäß §2 Z2 der VBA-Verordnung IG-L Steiermark, LGBl. Nr.87/2011 idgF, festgelegt sind, werden auf Grund von NO2-Grenzwert-überschreitungen als NO2-Sanierungsgebiet im Sinne des §2 Abs.8 IG-L ausgewiesen.

Sanierungsgebiete 2016© Land Steiermark
 

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