Natur und Landschaft

N.1, N.1a, N.1b DACHSTEINGRUPPE

Nordalpen; Grimmingstock, Sarsteinstock

Gut eingebürgerter Name für ein vorherrschend aus Triaskalken (Dachsteinkalk) aufgebautes, extrem verkarstetes Massiv der Nördlichen Kalkalpen mit vorherrschendem Hochgebirgscharakter vom Plateautypus, das im Hohen Dachstein, 2995 m, kulminiert. Die Begrenzung des Gebietes ist an allen Seiten klar vorgegeben, schließt jedoch auch zwei, vom zentralen Teil des Gebietes durch tief eingeschnittene Durchbruchstäler scharf getrennte Kalkstöcke, den Sarstein, 1975 m, im N (jenseits der Koppenschlucht) und den Grimming, 2351 m, im E (jenseits des Steinpasses), sowie niedrige Vorlagerungen am Rande des Ennstales ein. Diese haben den Charakter von "Mittelgebirgen" im Sinne des Tiroler Sprachgebrauchs (stark glazial überformte alte Talbodenreste mit relativen Höhen von meist etwa hundert bis mehrere hundert Metern über der Sohle des Haupttales) und umfassen die Ramsauterrasse sowie den Gröbminger Mitterberg.

(Verfasser: Prof. Mag. Dr. Gerhard Karl LIEB)

Externe Verknüpfung Darstellung im Digitalen Atlas

Blick von der Türlwandhütte nach Nordnordwesten auf Torstein, Mitterspitz und Hohen Dachstein, 2995 m (von links nach rechts). Pralle Felswände in den Randabstürzen eines karbonatischen Plateaugebirges, im Vordergrund sanfte Geländeformen in Schiefern (Dachsteingruppe/Nordalpen).
Dachstein © Gerhard Karl Lieb
Dachstein© Gerhard Karl Lieb
Blick vom Steinerhaus am Stoderzinken nach Westen zur zentralen Dachsteingruppe. Bei den markanten Felsgipfeln, die dem eigentlichen Plateaugebirge gleichsam aufgesetzt sind, handelt es sich von links nach rechts um den Koppenkarstein, den Hohen Dachstein (dazwischen der Schladminger Gletscher, der wie auch die anderen größeren Gletscher auf der oberösterreichischen Seite liegt) und der Hohe Gjaidstein.
Eines der wohl berühmtesten Landschaftsmotive der Steiermark ist der Dachstein über der terrassenartigen Hochebene der Ramsau. Der Blick geht von der Hochwurzen (Schladminger Tauern/Zentralalpen) nach Norden und veranschaulicht den gesteinsbedingten Kontrast zwischen den sanften Formen im Bereich der Ramsau und den schroffen Südabstürzen des Dachsteinmassivs sehr gut. Der Hohe Dachstein ist der höchste, fast schneefreie Gipfel wenig links der Bildmitte.
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