Natur und Landschaft

V.1, V.1a, V.1b WESTSTEIRISCHES RIEDELLAND

Vorland; Kaiserwaldplatte, Wildoner Berg

Recht gut eingebürgerte Bezeichnung für das aus tertiären Lockergesteinen aufgebaute Riedelland westlich der Mur, das durch die breiten Täler von Sulm, Lassnitz und Kainach in 4 voneinander getrennte, physiognomisch jedoch sehr ähnliche Teile gegliedert wird. Die Begrenzung zum Steirischen Randgebirge ist häufig als scharfer Hangknick entwickelt und dadurch eindeutig festzulegen, allein zum Voitsberger und Gratkorner Becken sowie zum Grazer Bergland herrschen fließende Übergänge und lassen bei der Grenzziehung einen relativ hohen subjektiven Spielraum. Am Rande des Grazer Feldes wurden der Kaiserwald (altpleistozäne Schotterplatte) und am Rande des Leibnitzer Feldes der Wildoner Berg (kleines, verkarstetes Plateaubergland aus tertiärem Leithakalk, im Buchkogel 550 m hoch) als gut abgrenzbare Teilräume gekennzeichnet.

(Verfasser: Prof. Mag. Dr. Gerhard Karl LIEB)

Externe Verknüpfung Darstellung im Digitalen Atlas

Weststeirisches Riedelland. Blick vom Kitzeck nach Nordnordosten über den östlichen Sausal hinweg zum markanten Kalkstock des Wildoner Berges (Buchkogel, 550 m), der den Typ eines karbonatischen Mittelgebirges (an tertiäre Kalke gebunden) repräsentiert (Sausal und Weststeirisches Riedelland/Vorland).
Weststeirisches Riedelland  © Gerhard Karl Lieb
Weststeirisches Riedelland © Gerhard Karl Lieb
Weststeirisches Riedelland. Bewegte Riedellandschaft mit sanft geformten Mulden und Rücken im Norden von Oisnitz, Blickrichtung Osten. Die im Kleinen ökologisch reich differenzierte Landschaft ist im Pendler-Einzugsbereich des Großraumes Graz einem starken Siedlungsdruck ausgesetzt.
War diese Information für Sie nützlich?

Danke für Ihre Bewertung. Jeder Beitrag kann nur einmal bewertet werden.

Die durchschnittliche Bewertung dieses Beitrages liegt bei ( Bewertungen).