Natur und Landschaft

T.11 UNTERES MURTAL

Täler

Leidlich eingebürgerter Name für das ausseralpine Murtal unterhalb seines Knicks von annährendem N-S- auf W-E-Verlauf. Es handelt sich um einen geräumigen, von fluvialen und fluvioglazialen Sedimenten erfüllten Talraum, der in sich in mehrere Terrassenstufen gegliedert ist. Die Festlegung der Grenze zum nördlich anschließenden Oststeirischen Riedelland erfolgte mit dem Oberrand der risszeitlichen Terrassenfläche (Linie B in den Karten), da alle älteren Quartärterrassen physiognomisch nicht mehr zum Talraum gezählt werden können; eine Abgrenzung eines Talraumes im engeren Sinne unter Ausklammerung der Rissterrasse könnte aus pedologischer Sicht sinnvoll erscheinen (Linie A in den Karten), wird im vorliegenden Rahmen aber nicht empfohlen. Die Abgrenzung gegen das Leibnitzer Feld ist schwierig und wurde in Anlehnung an den erwähnten Richtungswechsel der Mur eingetragen. Eine Untergliederung des Gebietes in das Murecker Feld im W und das Radkersburger Feld im E findet sich mitunter in der Literatur (z.B. Mang 1984), wird hier jedoch mangels vernünftiger Abgrenzbarkeit nicht durchgeführt, allein das Abstaller Feld (Apasko polje) auf slowenischer Seite ist in seiner Ausdehnung klar definiert.

(Verfasser: Prof. Mag. Dr. Gerhard Karl LIEB)

Externe Verknüpfung Darstellung im Digitalen Atlas

Unteres Murtal. Blick vom Ölberg bei Klöch nach Südwesten ins Untere Murtal. Der Aufnahmestandpunkt liegt am Rand des vulkanischen Kindsberg-Massivs, wo sich der Weinort Klöch in einen kleinen Taltrichter schmiegt (Oststeirisches Riedelland). Den Übergang zum Sohlental der Mur bilden die großteils bewaldeten Platten und Terrassen der Bildmitte. Ganz im Hintergrund ist die Horizontlinie der Windischen Büheln (Slovenske Gorice) jenseits der Mur in Slowenien zu erkennen.
Unteres Murtal © Gerhard Karl Lieb
Unteres Murtal© Gerhard Karl Lieb
Unteres Murtal. Blick von slowenischem Staatsgebiet an der Auffahrt in die Windischen Büheln (Slovenske Gorice) nahe Schloss Obermureck (Cmurek) nach Nordwesten auf Mureck und die weiten Niederungen des Unteren Murtales, die nach Norden (rechts im Bild) in Terrassenstufen allmählich zum Oststeirischen Riedelland ansteigen.
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