Natur und Landschaft

R.6 ÖSTLICHES GRAZER BERGLAND

Steirisches Randgebirge

Gut eingebürgerte Bezeichnung für das überwiegend aus schwach metamorphen Gesteinen des Paläozoikums aufgebaute Mittelgebirge beiderseits der Mur im N von Graz. Es handelt sich um ein morphologisch sehr vielfältig strukturiertes Gebiet, wobei der Gesteinsbestand mit tendenziell sanfteren Formen in Silikat- und steileren Formen in Karbonatgesteinen (Andeutung von Hochgebirgscharakter im Bereich des höchsten Gipfels, des Hochlantsch, 1720 m) eine große Rolle bei der Differenzierung des Landschaftsbildes spielt. Die Begrenzung ist im W und S in ihrem Verlauf kompliziert, eine klare Untergliederung ergibt sich durch das Murtal in einen westlichen und einen östlichen Teil. Die Zuordnung zum Steirischen Randgebirge kann aus geologischer Sicht kritisiert werden. 

(Verfasser: Prof. Mag. Dr. Gerhard Karl LIEB)

Externe Verknüpfung Darstellung im Digitalen Atlas

Blick vom Mühlbacherkogel nach Nordosten zum Hochlantsch, 1720 m. Vorherrschend karbonatische - silikatisches  Mittelgebirge mit schroffen Formen im Bereich mächtig entwickelter Kalke (Grazer Bergland/Zentralalpen). 
Östl. Grazer Bergland © Gerhard Karl Lieb
Östl. Grazer Bergland© Gerhard Karl Lieb

Im Blick vom Haneggkogel (westliches Grazer Bergland) über das Mittlere Murtal südlich von Frohnleiten hinweg nach Osten offenbart sich der Landschaftscharakter des Grazer Berglandes besonders gut. Über einem sanft geformten, meist von Schiefern aufgebauten Mittelgebirge erheben sich im östlichen Grazer Bergland markante Einzelgipfel aus Kalk wie der Hochtrötsch (links) und der Schöckl (ganz rechts). 

 

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