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Mobile Luftgütemessungen Bad Gleichenberg

Bad Gleichenberg 2000/01 
Bad Gleichenberg 2000/01

Die Luftgüteuntersuchungen in Bad Gleichenberg wurden auf Ansuchen der Gemeinde aus Anlass der gesetzlich vorgesehenen periodischen Überprüfungsmessungen der Luftgüte in Kurorten durchgeführt. Um die vorherrschenden lufthygienischen Bedingungen im Orts- und Kurbereich  erheben und beurteilen zu können, wurden im südlichen Ortsgebiet  von 22.05.2000 bis 19.07.2000 (Sommermessperiode) und von 14.12.2000 bis 28.01.2001 (Wintermessperiode) mobile Immissionsmessungen vorgenommen. Zusätzlich wude von 23.05.2000 bis 22.05.2001 ein einjähriges integrales Messnetz betrieben.

Bezüglich der einzelnen Schadstoffe wurden während der Messperioden keinerlei Grenzwertüber- schreitungen registriert. Die Konzentrationen der Primärschadstoffe Schwefeldioxid, Stickstoffmonoxid, Stickstoffdioxid und Kohlenmonoxid blieben im steiermarkweiten Vergleich sowohl hinsichtlich der Grundbelastung (längerfristige Mittelwerte) als auch bei den Spitzenkonzentrationen auf einem unterdurchschnittlichen Niveau. Die Konzentrationen von Schwebstaub erreichten steiermarkweit durchschnittliche Werte, wobei während der Wintermessungen unter lufthygienisch ungünstigen Bedingungen 80% des in der Kurorterichtlinie festgelegten Grenzwertes erreicht wurden.
Die Ozonwerte blieben in einem den Jahreszeiten und dem Witterungsverlauf sowie der Lage des Standortes entsprechenden Konzentrationsbereich. Der von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften empfohlene Vorsorgegrenzwert wurde während der Sommermessperiode an annähernd 50% der Messtage überschritten.

Die integralen Messungen erbrachten hinsichtlich der Konzentrationen von Stickstoffdioxid und Schwefeldioxid den typischen Jahresverlauf mit höheren Werten im Winterhalbjahr und einem geringeren Belastungsniveau im Sommerhalbjahr was auf schlechtere immissionsklimatische Bedingungen und höhere Emissionen während der kälteren Jahreszeit zurückzuführen ist. Die Messperiodenmittelwerte lassen aufgrund bestehender Erfahrungsrichtwerte darauf schließen, dass die Grenzwerte der Kurortericht- linie durchwegs eingehalten wurden.
Hinsichtlich der Gesamtstaubdeposition zeigte sich witterungs- und vegetationsbedingt sowie aufgrund lokaler Einflüsse am Messstandort im Frühjahr eine etwas höhere Staubbelastung als in den Herbst- monaten.

Insgesamt entsprach  die Luftgüte in Bad Gleichenberg während der Messungen durchwegs den Anforderungen, wie sie in der Steiermark an Badekurorte gestellt werden.


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