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Mobile Luftgütemessungen Graz - Puntigam 2002

Mobile Messungen 2002 
Mobile Messungen 2002

Die Luftgüteuntersuchungen Graz - Puntigam wurden auf Ansuchen des Bezirksrates im Zeitraum vom 09.08. bis 17.09.2002 als Zustandserhebung der örtlichen Immissionssituation im stark frequentierten Kreuzungsbereich Triester Straße - Puntigamer Straße - Weblinger Gürtel durchgeführt, um die vorherrschenden lufthygienischen Bedingungen zu erheben und beurteilen zu können. 

Der Witterungsverlauf war während der Messungen im August durch überdurchschnittlich rege Tiefdrucktätigkeit  gekennzeichnet, die Bedingungen in der zweiten Hälfte der Messperiode können als für das Sommerhalbjahr repräsentativ bezeichnet werden.

Bezüglich der einzelnen Schadstoffe wurden während der Messperioden keine Überschreitungen gesetzlicher Grenzwerte registriert. Bei ungünstigeren Verhältnissen mit schlechteren Ausbreitungs- bedingungen, wie es im Winterhalbjahr häufig der Fall ist, muss allerdings mit höheren Immissionen gerechnet werden. Eine Beurteilung der Immissionssituation ist daher ausschließlich im Vergleich mit anderen Grazer Stationen sinnvoll.

Bei den vornehmlich verkehrsrelevanten Luftschadstoffen Stickstoffmonoxid, Stickstoffdioxid und Kohlenmonoxid wurden aufgrund der Lage des Messstandortes an der Kreuzung sehr stark befahrener Hauptverkehrsstraßen im Vergleich mit anderen Grazer Stationen über die gesamte Messperiode hinweg deutlich überdurchschnittliche Belastungen registriert.

Hinsichtlich der Primärschadstoffe Schwefeldioxid und Schwebstaub (TSP) wurde sowohl für die Grundbelastung (längerfristige Mittelwerte) als auch für die Spitzenkonzentrationen ein im innerstädtischen Vergleich leicht bis mäßig überdurchschnittliches Konzentrationsniveau festgestellt.

Die Ozonwerte blieben in einem der Jahreszeit und der Lage des Standortes entsprechenden Konzentra tionsbereich. Der maximale Achtstundenmittelwert nach dem Immissionsschutz-gesetz-Luft wurde nicht erreicht, der empfohlene Vorsorgegrenz- wert der Österreichischen Aka-demie der Wissenschaften für den maximalen Halbstundenmittelwert wurde an vier Messtagen überschritten.


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