Luft

Mobile Luftgütemessungen Bad Gams

03.07.2018 - 01.07.2019

Im Zeitraum von 3. Juli 2018 - 1. Juli 2019 wurden in Bad Gams Luftgütemessungen mittels mobiler Messstation gemäß Stmk. Heilvorkommen- und Kurortegesetz durchgeführt. Ziel der Messungen war die Erhebung der Immissions-Istsituation zur Überprüfung der Voraussetzungen für die Beibehaltung des Prädikats "Bäderkurort". Daten aus dem integralen Stickstoffdioxidmessnetzwurden soweit vorhanden (2014-2016) berücksichtigt. Auf die Erfassung der Schwefeldioxid- und Kohlenmonoxidimmissionen konnte verzichtet werden, da diese in der gesamten Steiermark - außer im Nahbereich von Großemittenten - sehr gering sind. Ergänzende Messungen der lokalen PM10 - Konzentrationen mit einem Low-Volume-Sammler dienten der Bestimmung der polyzyklischen Kohlenwasserstoffe (PAK) im Rahmen eines steiermarkweiten Monitorings.

Die Bewertung der Messergebnisse erfolgte gemäß den Vorgaben des Immissionsschutzgesetzes-Luft (IG-L) sowie der Tabelle 2, „Bewertungsgrößen für die Überprüfung von Bäderkurorten", der Kurorterichtlinie.

Während der zwölfmonatigen Überprüfungsmessung in Bad Gams wurde für die Feinstaubfraktion PM10 1 Tag mit Überschreitung des Tagesmittel-Grenzwertes registriert, für die Feinstaubfraktion PM2.5 waren es 20 Über- schreitungstage gemäß Kurorterichtlinie, wobei für PM10 bis zu 25 Überschreitungen, für PM2.5 bis zu 20 Überschreitungstage pro Kalenderjahr toleriert werden. Die Vorgaben für die langfristige Belastung (Jahresmittelwert) gemäß Kurorterichtlinie wurden für beide Feinstaubfraktionen klar eingehalten.
Für Ozon O3 wurde der Richtwert gemäß Kurorterichtlinie zu 84% erreicht, der Zielwert gemäß Ozongesetz wurde jedoch 15 Mal überschritten. Damit bewegten sich die Ozon-Konzentrationen in Bad Gams auf einem für die Region und Höhenlage durchschnittlichen Niveau, da der Zielwert gemäß Ozongesetz und der noch strengere Richtwert gemäß WHO in der Steiermark nicht dauerhaft eingehalten werden können.
Die Grenzwerte für Stickstoffdioxid wurden durchwegs klar unterschritten, das Jahresmittel für Benzo(a)pyren lag mit 0,3 ng/m3 deutlich unter der gesetzlichen Vorgabe.

Im Vergleich mit süd- und oststeirischen Ballungsräumen ergaben die Messungen in Bad Gams ein klar unterdurchschnittliches Belastungsniveau. Die Luftqualität kann insgesamt als gut bezeichnet werden und entspricht bei sämtlichen erfassten Luftschadstoffen den Vorgaben der Kurorterichtlinie. Die Toleranz für PM2.5 wurde allerdings vollständig ausgenutzt. Eine Verringerung der PM10- und PM2.5-Immissionen wäre im Wirkungsbereich der Gemeinde am ehesten im Sektor Hausbrandemissionen möglich.

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