Nasse Deposition im Land Steiermark
Jänner - Dezember 2024
Im vorliegenden Bericht werden die Ergebnisse der Messungen zur Nassen Deposition präsentiert, die im Zeitraum Jänner 2024 bis Dezember 2024 in der Steiermark durchgeführt wurden. Ziel der Untersuchungen ist das Monitoring der Konzentrationswerte anorganischer Ionen und des pH-Wertes im Niederschlagswasser und der daraus berechneten Stoffeinträge durch die Nasse Deposition.
An den Messstellen Arnfels, Grundlsee, Klöch und Masenberg wurden täglich "wet-only"-Niederschlagsproben gesammelt und die Niederschlagsmengen gemessen. An den verwendeten Probenahmegeräten ist eine maximale Niederschlagsmenge von 30 mm ablesbar. Für Ereignisse mit einer Niederschlagsmenge größer als 30 mm wurden die Daten der automatischen Niederschlagsmessung der jeweiligen Stationen herangezogen. Der pH-Wert, die elektrische Leitfähigkeit und der Ionengehalt der Niederschlagsproben (NH4+-, Na+-, K+-, Ca2+-, Mg2+-, Cl--, NO3-- und SO42--Konzentrationswerte) wurden im Labor des Instituts für Chemische Technologien und Analytik (TU Wien) bestimmt. Im Jahr 2024 wurden in Arnfels 92, in Grundlsee 117, in Klöch 78, und in Masenberg 91 Niederschlagsproben gesammelt und analysiert. Dabei war die Messstation Grundlsee erst ab Ende März in Betrieb. Davor wurden die Niederschlagsereignisse und deren Niederschlagsmenge mit der automatischen Niederschlagsmessung registriert (47 Ereignisse). Diese Daten wurden für die Hochrechnung der jährlichen Deposition in Grundelsee verwendet.
Im Jahr 2024 wurden in der Steiermark je nach Messstelle zwischen 1,4 und 2,0 kg S/ha und 3,6 und 5,5 kg N/ha durch nasse Deposition eingetragen. Die täglichen Niederschlagsmengen sowie die Konzentrationswerte der einzelnen Niederschlagsproben streuen sehr stark. Hohe Ionenkonzentrationen, aber auch hohe Niederschlagsmengen sind selten. Dabei haben diese einzelnen, ergiebigen Niederschlagsereignisse einen großen Anteil am gesamten Ioneneintrag. Tage mit den höchsten Niederschlagsmengen (> 16 mm), das sind 14 bis 23 % der Niederschlagsereignisse, bereits 45 bis 58 % der deponierten Niederschlagsmenge. Der Ioneneintrag durch nasse Deposition erfolgte dementsprechend schubweise.
Seit Beginn der Messungen im Jahr 1998 sind sowohl für die Konzentrationswerte für Sulfat, als auch für den Stoffeintrag von Sulfat an allen Stationen in der Steiermark statistisch signifikante rückläufige Trends zu erkennen. Dies ist auf die rückläufigen Emissionen von Schwefeldioxid in Österreich und vielen Nachbarländern zurückzuführen.

