Luftmessnetz Steiermark – Jahresbericht 2024
Die positive Entwicklung der Luftschadstoffbelastung setzte sich auch 2024 fort, wenngleich sich der Trend zur weiteren Konzentrationsabnahme bei Feinstaub PM10 zuletzt etwas verlangsamt hat. Die Grenzwerte für PM10 und Stickstoffdioxid (NO₂) wurden landesweit eingehalten. Seit 2019 werden die EU-Vorgaben bei PM10 und NO2 an allen Messstellen erfüllt, auch die strengeren nationalen Grenzwerte des Immissionsschutzgesetzes-Luft (IG-L) werden weiterhin eingehalten.
Bei PM2.5 wird der geltende Grenzwert ebenfalls eingehalten, allerdings zeigen sich bei diesem Schadstoff zuletzt keine weiteren Rückgänge. Mit Blick auf die ab 2030 geltenden strengeren EU- und IG-L Grenzwerte wird Feinstaub PM2.5 künftig eine zentrale Herausforderung für die Luftreinhaltung darstellen.
Regionale Immissionsunterschiede bleiben in der Steiermark bestehen. Die höchsten Belastungen treten - bedingt durch Siedlungsdichte, Verkehr und Beckenlage - im Großraum Graz auf. In den übrigen steirischen Ballungsräumen bewegen sich die PM10-Überschreitungstage insgesamt auf einem konstanten Niveau. Eine im Vergleich erhöhte Anzahl an Überschreitungstagen wurde in Köflach, Weiz sowie in Leoben-Göß festgestellt.
Im Raum Leoben-Donawitz zeigt sich bei der Staubdeposition weiterhin eine besondere Belastungssituation im Einflussbereich der Eisen- und Stahlindustrie. Im Jahr 2024 lagen die Depositionswerte zwar unter den Werten der Jahre 2021 bis 2023, der Grenzwert für die Staubdeposition wurde aber an siedlungsrelevanten Messpunkten weiterhin überschritten.
Das Jahr 2024 war zudem das wärmste Jahr der österreichischen Messgeschichte. Die überwiegend milden und häufig austauschreichen Witterungsbedingungen im Winter wirkten sich insgesamt günstig auf die Luftqualität aus.

