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Luftgütemessungen in der Steiermark, Jahresbericht 2002

Jahresbericht 2002 
Jahresbericht 2002

Die Beurteilung der Luftqualität war im Jahr 2002 in der Steiermark stark durch die neuen gesetzlichen Anforderungen den Feinstaub PM 10 betreffend geprägt. Damit traten auch wieder Regionen in den Blickpunkt der Betrachtungen, die in der jüngeren Vergangenheit im Vergleich mit den Immissions-schwerpunkten von eher untergeordnetem Interesse waren.
Abgesehen vom Feinstaub blieb der Trend der letzten Jahre aufrecht. Die Belastungen durch primäre Luftschadstoffe konzentrierten sich auch 2002 auf einige wenige Regionen, die temporär mit Belast- ungen zu kämpfen haben.

Im Grazer Becken führt die Kombination der klimatischen Ungunst der Beckenlage mit den Emissionen des zentralen Ballungsraumes besonders während austauscharmer Witterungsphasen nach wie vor zu einer verstärkten Schadstoffanreicherung in den bodennahen Luftschichten. Trotz massiver Verbesser- ungen der lufthygienischen Bedingungen durch umweltpolitische Maßnahmen, können Grenzwertüber- schreitungen nach dem Immissionsschutzgesetz - Luft (BGBl.I Nr.115/1997 i.d.g.F.) schon bei kurz- zeitigen ungünstigen Ausgangsbedingungen auftreten, was vor allem beim Feinstaub (Immissions- grenzwert seit 2001) häufig der Fall ist.  

Die Emissionen der lokalen Papier- und Zellstoffindustrie führen im Gratkorner Becken entgegen dem allgemeinen Trend immer wieder zu erhöhten SO2-Immissionskonzentrationen. Eine erhöhte Grundbelastung sowie  immer wieder auftretende Belastungsspitzen, manifestierten sich auch in Grenzwertüberschreitungen nach der Stmk. Immissionsgrenzwertverordnung (LGBl. Nr.5/1987) und der Verordnung gegen forstschädliche Luftschadstoffe (BGBl. 199/1984) sowie erstmals auch nach
dem Immissionsschutzgesetz - Luft.
Fallweise und kurzfristige erhöhte Schwefeldioxidkonzentrationen wurden auch an den ebenfalls emittentenbeeinflussten Messstellen Leoben-Donawitz, am Remschnigg bei Arnfels sowie im Voitsberger Becken festgestellt. Gerade erstere Stationen zeigen aber einen sehr positiven Trend, der vor allem auf verstärkte Bemühungen um Emissionsreduktionen Gerade erstere Stationen zeigen aber einen
sehr positiven Trend, der vor allem auf verstärkte Bemühungen um Emissionsreduktionen
an den verursachenden Anlagen zurückzuführen ist.an den verursachenden Anlagen zurückzuführen ist.

In Donawitz wurden auch im heurigen Jahren die umwelttechnischen Sanierungen am lokalen Stahlwerk der VÖEST-Alpine fortgesetzt. Kurzfristige Immissionsanstiege der Schadstoffe Schwebstaub, Kohlenmonoxid und Schwefeldioxid blieben durchwegs unter den Grenzwerten nach dem Immissionsschutzgesetz - Luft. Lediglich bei den Staubdepositionsmessungen im Nahbereich der Hütte Donawitz traten nach wie vor Grenzwertüberschreitungen nach dem IG-L auf. 

Im Voitsberger Becken kam es fallweise, meist im Zusammenhang mit Anfahrsituationen im lokalen kalorischen Kraftwerk in Voitsberg zu erhöhten Schwefeldioxidbelastungen. Auch in Bezug auf Feinstaub war die Region nach dem Raum Graz die am stärksten belastete in der Steiermark.

Themenschwerpunkte im Jahr 2002 waren zum einen die Feinstaubproblematik - umfangreiche Erhebungen und Quellenanalysen - zum anderen die Schadstofferfassung durch Biomonitoring (Externe Verknüpfung Grünkohlmessungen in Graz und Leoben, Bioindikation mit Flechten im Süden von Graz, Biomonitoring mit Flechten in Österreich).

Neben dem automatischen Luftgütemessnetz waren im Jahr 2002 auch die beiden mobilen Mess- stationen durchgehend im Einsatz. Die Messungen dienten in erster Linie der Erhebung des Istzustandes. An drei Standorten ( Bad Waltersdorf, Bad Mitterndorf, Hall bei Admont) wurden im Rahmen des Kurortegesetzes Messungen durchgeführt.

Mobile Messungen 
Mobile Messungen

Informationen über die räumliche Schadstoffverteilung liefern die integralen Messnetze. Derzeit werden vier permanente Messnetze (Kapfenberg, 2 Leoben-Niklasdorf, Graz) nach dem Immissions- schutzgessetz-Luft (Staub, Schwermetalle) betrieben und 10 Dauermessungen in Kurorten durchgeführt. Darüberhinaus wurden 2002 Messungen im Rahmen der gesetzlich vorgeschriebe- nen Luftgüteüberprüfung in Kurorten, sowie in 5 weiteren Messnetzen Erhebungen im Behördenauftrag  vorgenommen. In Mürzzuschlag und Peggau liefen integrale Messungen zur Erhebung der aktuellen Luftgütesituation. 

Aufgrund neuer Anforderungen und geänderter Rahmenbedingungen waren Erweiterungen und Veränderungen im Immissionsmessnetz Steiermark notwendig (ENAGES Niklasdorf, Graz Nordspange, Graz Don Bosco). 

Externe Verknüpfung Download als pdf

 

Links

Mobile Luftgütemessungen:

Graz-Webling  Bad Waltersdorf  Niklasdorf
Graz-Jakomini  Frohnleiten  Bad Mitterndorf
Graz-Puntigam  Hollenegg  Hall b. Admont
Graz-Liebenau  Mürzzuschlag  

 



 

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