ORTSBILD EISBACH-REIN

Rechtskräftiges Ortsbildschutzgebiet

VO-Datum LGBl.Nr. Stück Jahr Verlautbarung
28.05.1984 41 9 1984 26.07.1984

Wie Funde und Ortsnamen zeigen, war das Reiner Tal schon von den Römern und im Frühmittelalter von den Slawen besiedelt. Um 1100 war Graf Waldo Grundherr, sein Besitz kam an Markgraf Ottokar II. und an dessen Sohn Leopold I., den Gründer des Klosters (1129). Das abgelegene Tal entsprach den Vorstellungen der Zisterzienser, die gerade die Einsamkeit solcher Plätze suchten.

Die Geschichte der Gemeinde Eisbach ist ein Teil der Geschichte des Stiftes Rein, denn das heutige Gebiet dieser Gemeinde befand sich ursprünglich im Verband der Grundherrschaft Stift Rein.

"Eisbach" als Ortsname lässt sich im Mittelalter nicht nachweisen, wohl aber scheint im Reiner Gesamturbar C von 1450 an drei Stellen erstmals der Personenname "Eyspacher" auf. Er ist sicher als Herkunftsname nach dem Bach "Eisbach" zu werten, was eiskaltes Wasser bedeutet.

Mit der Bauernbefreiung 1848 entließ das Stift die Gemeinde Eisbach aus ihrer mehr als ein halbes Jahrtausend währenden gemeinsamen Geschichte.

Das Gebiet der Gemeinde Eisbach-Rein beginnt - aus südöstlicher Richtung kommend - in der Talenge zwischen dem Kalvarienberg und dem Schneiderhöhlenkogel. Von hier erstreckt sich in nordwestlicher Richtung das Reiner Becken. Das nördlich des Beckens gelegene Hügelgelände von Hörgas reicht vom Landeslungenkrankenhaus (LLKH) Hörgas über den Gsollerkogel bis nach Enzenbach, wo das zweite LLKH liegt. Die Hänge werden von kleinen Bauernhöfen und Siedlungen belebt, die Höhen sind dicht bewaldet.

Am Beginn des Reiner Beckens liegt rechter Hand der große, vielgegliederte Wirtschaftshof der beiden LLKHs. Das Becken selbst ist erfüllt von weit ausgedehnten Feldern und Wiesen und wird im Westen durch den Gebäudekomplex des Stiftes und des Ortes Rein abgeschlossen. Schirmend erhebt sich hinter der Ortschaft der Ulrichsberg mit seiner alten Kapelle. Weiter in westlicher Richtung begrenzen die Stiftsforste das Gemeindegebiet und gipfeln in den vier "Tausendern" - Plesch- (1063 m), Heigger- (1098 m), Walz- (1026 m) und Mühlbacherkogel (1048 m). Südwärts von Rein gelangt man über die besiedelten Hänge von Tallak und Selenz in die kleine Talmulde mit ihren Stiftsteichen ("die drei Reiner Teiche"). Über einen zweiten sich von Ost nach West erstreckenden Hügelzug (Greith und Meierhof) erreicht man das dichter besiedelte Schirningtal, das mit den Ortsteilen Hart und Kugelberg die Grenze zu den südlichen Nachbargemeinden bildet.


Quelle: G. Axmann, K. Gartler & U. Werluschnig, 1994, Ortsbildschutz Steiermark 1977-1994

 

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