ORTSBILD EISENERZ

Rechtskräftiges Ortsbildschutzgebiet

VO-Datum LGBl.Nr. Stück Jahr Verlautbarung
24.11.1980 71 15 1980

29.12.1980

Die Geschichte des Ortes - früher als "Eysenärtz" oder "Innerberg" bezeichnet - ist eng mit der steirischen Geschichte verbunden. Historische Funde um den Erzberg weisen darauf hin, dass dieser bereits im 3. Jh. v. Chr. "aufgeschlagen" wurde. Neuere Forschungen haben ergeben, dass auch die Römer am Erzberg "gebrochen" haben.

Am Nordwestfuß des Steirischen Erzberges liegt der alte Ortskern von Eisenerz, darüber die wohl schönste Wehrkirche der Steiermark, die Kirche St. Oswald. Auf der gegenüberliegenden Talseite steht der Schichtturm als weiteres Wahrzeichen der Stadt. Vom Ortskern ausgehend hat sich die Besiedelung in die drei Eisenerzer Täler, das Krumpental nach Süden, das Münichtal nach Nordwesten und die Trofeng nach Osten, entwickelt. Die natürlichen Grenzen dieser Besiedelung bilden die Eisenerz umschließenden Berge.

Die Abgrenzung des Schutzgebietes umfasst folgende Bereiche:

  • Der historische Altstadtkern wird begrenzt durch den Bereich an der Kirche St. Oswald, den Zugang ins Krumpental, den Talfuß des Gradsteines, den Zugang in die Trofeng und das Schulviertel. Dieses älteste, geschlossene Gebiet umfasst den wesentlichsten Teil der historischen Baulichkeiten und bildet aufgrund seines Maßstabes und der Raumfolgen ein harmonisches Gesamtbild aus den verschiedenen Epochen.
  • Das Krumpental führt vom hist. Altstadtkern gegen Süden. Dieser Schutzgebietsteil umfasst den Bereich bis zum südlichen Zusammenschluss der Krumpentalerstraße mit der Flutergasse. Hier lagen früher die meisten Radwerke von Eisenerz.
  • Der Schutzgebietsteil der Trofeng reicht vom Altstadtkern beginnend nach Osten und liegt am Fuße jenes Hügels, auf welchem die Taboranlage ruht. Er wird im Norden begrenzt durch den Hang, welcher vom Trofengbach zum Friedhofsgelände aufsteigt. Die östliche Begrenzung dieses Schutzgebietsteiles bildet das sog. Ledererviertel mit seinen alten Wehranlagen am Trofengbach. Dieser Teil des Schutzgebietes ist insofern wichtig, als er eine harmonische Abrundung des historischen Altstadtkerns darstellt.
  • Das Schulviertel aus neuerer Zeit grenzt direkt an den historischen Altstadtkern nach Norden an und bildet aufgrund seines Maßstabes und der Raumfolgen einen schützenswerten Bereich. Im direkten Zusammenhang mit dem Schulviertel liegt der nördliche Eingangsbereich zur historischen Altstadt. Hier befinden sich mehrere historische Gebäude, die ein Ensemble von schützenswertem Charakter bilden, das darüber hinaus den nördlichen Zugang zur eigentlichen Altstadt markiert.
  • Der Landschaftsteil Schichtturm/St. Petrus südwestlich der Altstadt wurde wegen seiner bestimmenden und mehrere Schutzbereiche (historischer Altstadtkern, Krumpental und Schulviertel) zusammenfassenden Wirkung in die Schutzzone einbezogen.


Quelle: G. Axmann, K. Gartler & U. Werluschnig, 1994, Ortsbildschutz Steiermark 1977-1994

 

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