ORTSBILD KÖFLACH

Fußgängerzone Hauptplatz
Fußgängerzone Hauptplatz© Atelier Jürgen Wörndle
Schloss Piber
Schloss Piber© Atelier Jürgen Wörndle
Barbarasiedlung
Barbarasiedlung© Atelier Jürgen Wörndle
Eisner Mühle
Eisner Mühle© Atelier Jürgen Wörndle
Köflach vom Zigöllerkogel
Köflach vom Zigöllerkogel© Atelier Jürgen Wörndle
Kirche Piber
Kirche Piber© Atelier Jürgen Wörndle
Nöres-Haus
Nöres-Haus© Atelier Jürgen Wörndle
Gasthaus Sandwirt
Gasthaus Sandwirt© Atelier Jürgen Wörndle
Bundesgestüt Piber
Bundesgestüt Piber© Atelier Jürgen Wörndle

Rechtskräftiges Ortsbildschutzgebiet

VO-Datum LGBl.Nr. Stück Jahr Verlautbarung
26.03.1984 49 11 1984 13.08.1984

In der Weststeiermark, im weiten Bogen der Pack-, Stub- und Gleinalpe gelegen, hat die Stadt Köflach eine bewegte Geschichte zu verzeichnen. Diese gliedert sich in drei wesentliche Entwicklungsperioden:

In jene Zeit, da die Geschichte dieses Raumes von den Adelsgeschlechtern bestimmt wurde, dann in den Zeitabschnitt, da die Machtkämpfe um das Geltungs- und Marktrecht dieses damals so kleinen Ortes ausgefochten wurden und schließlich in jenen Abschnitt, da mit der Erbauung der Graz-Köflach-Eisenbahn ein besonderer Aufschwung zu verzeichnen war, welcher ganz besonders nach der Stadterhebung 1939 zu einem steilen Auftrieb führte.

Von 1202 bis 1237 ist ein Ritter von Köflach mehrmals nachzuweisen, später auch ein Ritter Friedrich von Köflach. Dieses Geschlecht saß am Edelhof zu Köflach, am "Hof zu Aygen". Dass zu dieser Zeit der kleine Ort Köflach schon eine besondere Bedeutung erlangt haben musste, geht wohl eindeutig aus der Markterhebung durch Kaiser Friedrich Barbarossa am 3. März 1170 hervor. Die Pfarrkirche wird 1245 erstmalig erwähnt. Laut landesfürstlichem Urbar hat Köflach zu dieser Zeit nur "22 Huben", war also recht klein und konnte sich kaum gegen die nahe Stadt Voitsberg durchsetzen. Als aber die Originalurkunde von Kaiser Friedrich Barbarossa verschwunden war, nahm der Streit zwischen Köflach und Voitsberg kein Ende und dauerte Jahrhunderte an.

Das Schutzgebiet umfasst:

  • Der Ortskern von Köflach mit den ältesten Bauten und Baudenkmälern, etwa der ihn visuell beherrschenden Pfarrkirche; die Ortschaft Piber mit den Bauten des Bundesgestütes, die das Piberer Becken dominieren und die Ortschaft Pichling mit ihrer vorwiegend ländlichen Bebauung auf dem Höhenrücken, der das Köflacher vom Pichlinger Becken trennt.
  • Siedlungen und Bauten, die mit dem Aufschwung Köflachs als Bergarbeiter- und Industriestadt in Verbindung stehen und in diesem Jahrhundert entweder in der Zwischenkriegszeit oder danach entstanden sind.


Quelle: G. Axmann, K. Gartler & U. Werluschnig, 1994,
Ortsbildschutz Steiermark 1977-1994

 

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