ORTSBILD ST. RUPRECHT OB MURAU

Rechtskräftiges Ortsbildschutzgebiet

VO-Datum LGBl.Nr. Stück Jahr Verlautbarung
21.03.1988 26 7 1988

28.04.1988

Das Gemeindegebiet erstreckt sich vorwiegend nördlich der Mur an den Hängen des Gstoder bis zum Allgaueck. Am nördlichen Ufer der Mur liegt der Kirchweiler St. Ruprecht. Der Ursprung der Kirche, welche anfangs eine kleine Kapelle war, lässt sich schwerer von früherer Zeit ableiten als der der Kirche St. Georgen ob Murau, unter welcher St. Ruprecht seit jeher gestanden ist. Jene wurde im Jahre 1053 oder 1188 erbaut.

Die landwirtschaftlich ausgerichtete Struktur dieser Region ist durch die topographischen und geographischen Gegebenheiten bedingt. Die Nutzflächen der bäuerlichen Betriebe gehen übergangslos bis zum Siedlungsraum. Charakteristisch sind die zahlreichen Stadel mit ihren massiven Volumen.

Die Besonderheit des Ortsbildes von St. Ruprecht wird im Wesentlichen vom historischen Kern der Ortschaft mit Kirche, Pfarrhof, Pfarrstadl, alter Schule und Anwesen Anthofer sowie der dichten Bebauung entlang des Großmannbaches und dem landschaftlichen Abschluss durch das Gehöft Großmann bestimmt.

Die historischen Gebäude sind durchwegs in Massivbauweise mit geringen Dachüberständen und mächtigen steilen Dachkörpern und guten Proportionen errichtet, ohne jedoch als baukünstlerische Besonderheit hervorzutreten. Die Wirkung des Ortsbildes liegt in der Gesamterscheinung, in der Lage der Objekte zueinander und in der Anpassung an den öffentlichen Raum sowie den umgebenden Naturraum.

Das Schutzgebiet umfasst den historischen Ortskern. Es schließt auch landwirtschaftlich genutzte Flächen mit dem Anwesen Großmann ein.

Quelle: G. Axmann, K. Gartler & U. Werluschnig, 1994, Ortsbildschutz Steiermark 1977-1994

 

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