ORTSBILD SCHWANBERG

Rechtskräftiges Ortsbildschutzgebiet

VO-Datum LGBl.Nr. Stück Jahr Verlautbarung
15.12.1980 4 1 1981 09.02.1981
 
 
 
Schwanberg liegt am Fuß der Koralpe im Übergangsbereich zur Talebene der Schwarzen Sulm. Der historische Ortskern ist auf einer kleinen Terrasse angelegt, während der übrige Ortsteil im ebenen Talboden liegt. Die wesentlichen und charakteristischen Ortsbildelemente von Schwanberg sind:
  • Der leicht ansteigende historische Ortskern mit dem Hauptplatz, das erhöht liegende und die Wirkung steigernde Kloster sowie die Schwanberg bekrönende Josefikirche.
  • Der Hauptplatz, der sich von einer engen Eingangssituation aus trichterförmig erweitert und den Abschluss durch das Kloster findet.
  • Die Begrenzung des historischen Teiles sowohl durch Wege bzw. Bachläufe als auch durch Kleingärten und Grünflächen.

Die für das Ortsbild charakteristische zweistufige Terrassierung ist durch verschiedene Schul- und Wohnhausbauten der neueren Zeit etwas beeinträchtigt. Durch die Situierung auf der Hügelzunge haben der Hauptplatz, das Kloster und die Josefikirche eine besondere Bedeutung für das Ortsbild. Besondere räumliche Qualität besitzen der Hauptplatz und die Bahnhofstraße mit den umliegenden Bürgerhäusern mit ihren charakteristischen Vorgärten.

Es besteht noch eine gute Übereinstimmung zwischen der architektonischen Erscheinung und der jeweiligen Nutzung der Objekte und Freiräume wie Höfe, Straßen und Plätze. Die verschiedenen Wachstumsphasen des Ortes sind klar erkennbar, der bauliche und funktionelle Unterschied der einzelnen Ortsteile ist klar ausgeprägt, eine Anzahl reizvoller Einzelbauten hat hohe architektonische Qualität.

Die stilistischen Elemente der Architektur sind von einer ausreichenden Geschlossenheit, Dichte und Homogenität (Dachlandschaft, Rhythmik der Fassadengliederungen usw.). Das Ortsbild verfügt weiters über zahlreiche reizvolle Ensembles, die in spannungsreicher Abfolge zueinander stehen.

Die Maßstäblichkeit der einzelnen Objekte bzw. Ensembles ist bis auf wenige Ausnahmen erhalten geblieben. Die Bausubstanz ist generell als gut zu bezeichnen, wenngleich einige Elemente des Ortsbildes saniert werden sollten.

Das Schutzgebiet umfasst

  • den historischen Ortskern mit Josefsberg
  • das Sulmufer
  • die Nordeinfahrt
  • die Teilbereiche Gressenbach - Prentelhof.


Quelle: G. Axmann, K. Gartler & U. Werluschnig, 1994,
Ortsbildschutz Steiermark 1977-1994

 

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