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ORTSBILD STRADEN

Rechtskräftiges Ortsbildschutzgebiet

VO-Datum LGBl.Nr. Stück Jahr Verlautbarung
16.06.1980 48 9 1980 04.07.1980
 
 
Die erste urkundliche Erwähnung von Straden stammt aus dem Jahre 1179. Der Ortsname selbst leitet sich aus dem slawischen "straza" = Warte, Aussichtswarte her.

An der Stelle der heutigen Florianikirche stand ursprünglich ein Wehrbau, der nach 1265 urkundlich nicht mehr aufscheint. Ihm zu Füßen wird zum selben Zeitpunkt ein Marktort (heute Marktl) als "Forum Merein" genannt. Vom ursprünglichen Wehrbau ist nur mehr ein Teil der Befestigung erhalten, der das Basismauerwerk des Turmes der Florianikirche bildet.

Seit Bestehen der Florianikirche am Burgberg umschließen Reste des Tabors die Dechantskirche (15 Jh.) und die zweigeschossige Sebastianikirche (frühes 16. Jh.) samt Pfarrhof und dazugehörigen Wirtschaftsgebäuden, also den eigentlichen Kirchberg. Der Kirchberg von Straden bildete über Jahrhunderte das geistliche Zentrum des Gebietes zwischen Gleichenberg und Radkersburg.

Die wechselhafte Geschichte, insbesondere die Kriegsereignisse, die das Grenzland immer wieder betrafen, brachten Zerstörung und Verfall. Trotz dieser Ereignisse blieben die charakteristischen Baudenkmäler des Stradenberges bis heute erhalten.

Im Umfeld dieser Bauten haben die wirtschaftliche Entwicklung und der Drang nach Erneuerung seit 1945 zu Veränderungen geführt, die dem Gesamteindruck abträglich waren. Als Beispiel sei der Abbruch des Arzthauses genannt.

Die drei Kirchen des Ortes bekrönen den weit sichtbaren Stradnerberg und lassen ihn zum bemerkenswerten Element der umgebenden Landschaft werden. Zusammen mit den sich um den Tabor und den Kirchenbezirk drängenden Profanbauten bildet die bauliche Anlage ein Ensemble mit kleinstädtischem Gepräge. Im Norden des Stradnerberges setzt sich die Bebauung, die Zufahrt begleitend, entlang des anschließenden Höhenrückens fort.

Die gesamte bauliche Anlage des Marktes Straden ist in eine Landschaft von besonderem Reiz gebettet. Die umrahmenden Hügel bedecken kleingliedrige Weingartenanlagen, welche bis an den Berg heranreichen. Als gliedernde Elemente begleiten Baumreihen, Wege und Gewässer bzw. grenzen Waldränder die landwirtschaftlich genutzten Flächen ein.

Das Schutzgebiet umfasst 2 Schutzgebiete:

Schutzgebiet I: Dieses Gebiet umschließt die bekrönende Kuppe des Stradnerberges mit dem alten Siedlungskern, der als weithin sichtbares Zeichen mit Straden identifiziert werden kann. Die Grenze verläuft an der terrassenförmigen Verflachung des Abhanges.

Schutzgebiet II: An den Bereich des Schutzgebiets I schließt, dieses zangenartig von Norden umgreifend, das Schutzgebiet II an. Es umfasst

  • den Bereich des Friedhofes
  • die Weingärten des Sazianiberges bis zur Katastralgrenze von Schwabau
  • die an den Ortskern anschließenden Teile des Buchfeldes in der Katastralgemeinde Kronnersdorf bzw. die Weingartenäcker.


Quelle: G. Axmann, K. Gartler & U. Werluschnig, 1994, Ortsbildschutz Steiermark 1977-1994

 

  •  Marktgemeinde Straden (Homepage)
  •  LUFTBILD (digitaler Atlas)
 

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