Bau und Umwelt

ORTSBILD TEUFENBACH

Bachgasse - Wagnerkeusche 
Bachgasse - Wagnerkeusche
Karnerstadl - Fam. Ewald Knapp 
Karnerstadl - Fam. Ewald Knapp
Altenwohnheim im Schloss Neu-Teufenbach 
Altenwohnheim im Schloss Neu-Teufenbach
Lambichlstraße - Haus Wratschko 
Lambichlstraße - Haus Wratschko
Kirchgasse mit Haus Hilberger (renoviert im Jahre 1997) 
Kirchgasse mit Haus Hilberger (renoviert im Jahre 1997)
GWS-Wohnanlage vor der Volksschule 
GWS-Wohnanlage vor der Volksschule
Haus Forcher - vlg. Unterer Schwenner 
Haus Forcher - vlg. Unterer Schwenner

Rechtskräftiges Ortsbildschutzgebiet

VO-Datum LGBl.Nr. Stück Jahr Verlautbarung
18.04.1988 28 8 1988 01.06.1988
 
Die alte Stammburg des Geschlechtes der Teufenbacher ist allem Anschein nach einst aus einem römischen Wachtturm entstanden. Die Ortschaft "am tiefen Bache" vermittelte den Verkehr nach Osten, Süden und Westen und liegt im oberen Murtal in einer Seehöhe von 759 m zwischen Scheifling und Murau.

Der Ort liegt unter der gleichnamigen Burg Teufenbach, die im 12. Jh. erbaut wurde. Heute wird die Ortschaft durch die Bundesstraße im Norden umfahren. Eine weitere Wegverbindung führt im Osten von Teufenbach am Fuße der Burg vorbei zum Schloss Schrattenberg. Dieser Weg ist allerdings nur noch als Wirtschaftsweg erhalten. Unmittelbar aus der Ortsmitte führt eine Gemeindestraße in Richtung Süden in das Gemeindegebiet St. Blasen weiter nach St. Lambrecht, welche ursprünglich die sogenannte Römerstraße war.

Als wesentliche Elemente der Entwicklung des Siedlungsraumes ist die im 12. Jh. entstandene Burg Alt-Teufenbach, die im 16. Jh. errichtete Anlage von Neu-Teufenbach und die zur Burg gehörende Kirche anzusehen. Der Vaßhof, ein zur Burg gehörender Wehrhof des 15. Jhs., der in der Nähe der Kreuzung der alten Verkehrsverbindungen liegt, zählt zu den ältesten Gebäuden von Teufenbach und ist als Vierseithof angelegt.

Die Wichtigkeit der Verkehrsverbindungen und des Thajabaches waren für die Besiedelung des Dorfes in weiterer Folge ausschlaggebend. So ist auch heute noch deutlich erkennbar, dass die Kirche nicht im Zentrum des Dorfes steht (Burgkirche), sondern an dessen östlichem Rand. Im Wesentlichen war Teufenbach von der Landwirtschaft, die auch heute noch eine Rolle in der Charakteristik des Ortsbildes spielt, geprägt. Kleingewerbe (Mühlen u.ä.) waren im Bereich des Baches, Gasthäuser im Bereich der Kreuzung und der Brücken angesiedelt. An industriellen Unternehmen ist nur das Hammerwerk des Matthäus Grogger im topographisch statistischen Lexikon der Steiermark von Janisch erwähnt. Die ehemalige, im Ort liegende Ziegelei Pexieder wurde vor einigen Jahren abgebrochen und in der Industriezone neu errichtet.

Im Ortsgebiet von Teufenbach befinden sich mehrere Brücken über den Thajabach, wobei die Brücke zum Lambachbichel und die Brücke vor der Abzweigung zur Kirche die wichtigsten sind.

Die weitere Entwicklung der Ortschaft war um die Jahrhundertwende durch den Aufschwung, den die Murtalbahn mit sich brachte, im Bereich des Fremdenverkehrs gegeben. Teufenbach wurde die "Perle des oberen Murtales" genannt. Reste der sogenannten Ferienarchitektur sind aus dieser Zeit noch an manchen Gebäuden zu sehen. Wie der Park, gehen auch noch andere Ferieneinrichtungen (z.B. Bad) auf diese blühende Periode zurück.

Die Abgrenzung des Schutzgebietes erfasst den Ortskern und die der Ortschaft vorgelagerten Freiflächen, um die Wichtigkeit der Blickbeziehungen bei der Annäherung an den Ort zu unterstreichen.


Quelle: G. Axmann, K. Gartler & U. Werluschnig, 1994, Ortsbildschutz Steiermark 1977-1994

War diese Information für Sie nützlich?

Danke für Ihre Bewertung. Jeder Beitrag kann nur einmal bewertet werden.

Die durchschnittliche Bewertung dieses Beitrages liegt bei ( Bewertungen).