Bau und Umwelt

ORTSBILD WEIZ

Schloß Radmannsdorf (Foto W. Gorkiewicz, Weiz) 
Schloß Radmannsdorf (Foto W. Gorkiewicz, Weiz)
Dekanat und Wallfahrtskirche Schmerzhafte Maria am Weizberg (Foto F. Maier, Weiz) 
Dekanat und Wallfahrtskirche Schmerzhafte Maria am Weizberg (Foto F. Maier, Weiz)
Weizbach mit Fußgängerbrücke im Zuge der Dr.Karl-Renner-Gasse (Foto W. Gorkiewicz, Weiz) 
Weizbach mit Fußgängerbrücke im Zuge der Dr.Karl-Renner-Gasse (Foto W. Gorkiewicz, Weiz)
Hauptplatz Nr. 18                       (Foto F.Maier, Weiz) 
Hauptplatz Nr. 18 (Foto F.Maier, Weiz)
Hauptplatz Nr. 18 (Foto F. Maier, Weiz) 
Hauptplatz Nr. 18 (Foto F. Maier, Weiz)
Kapfensteinergasse Nr. 9 (Foto F. Maier, Weiz) 
Kapfensteinergasse Nr. 9 (Foto F. Maier, Weiz)
Hauptplatz Nr. 17 (Foto F. Maier, Weiz) 
Hauptplatz Nr. 17 (Foto F. Maier, Weiz)
Mosdorfer, Klingen- und Sensenhammer (links), Kohlbarren (rechts) (Foto F. Maier, Weiz) 
Mosdorfer, Klingen- und Sensenhammer (links), Kohlbarren (rechts) (Foto F. Maier, Weiz)
Schlacher Hammer, Wohngebäude (Foto F. Maier, Weiz) 
Schlacher Hammer, Wohngebäude (Foto F. Maier, Weiz)
Schloß Radmannsdorf, Innenhof (Foto W. Gorkiewicz, Weiz) 
Schloß Radmannsdorf, Innenhof (Foto W. Gorkiewicz, Weiz)
Schloß Radmannsdorf, Renaissancefenster (Foto W. Gorkiewicz, Weiz) 
Schloß Radmannsdorf, Renaissancefenster (Foto W. Gorkiewicz, Weiz)
Südtiroler Platz Nr. 4 (Gasthof "Goldene Krone") (Foto W. Gorkiewicz, Weiz) 
Südtiroler Platz Nr. 4 (Gasthof "Goldene Krone") (Foto W. Gorkiewicz, Weiz)
Hauptplatz mit Taborkirche und Rathaus (Arch. DI Franz Stockreiter, Wien; freig. BM f. LV)   
Hauptplatz mit Taborkirche und Rathaus (Arch. DI Franz Stockreiter, Wien; freig. BM f. LV)
Südtiroler Platz Nr.1 (Kulturzentrum Weberhaus),  rechts Bismarckgasse Nr.11 (Foto W. Gorkiewicz, Weiz) 
Südtiroler Platz Nr.1 (Kulturzentrum Weberhaus), rechts Bismarckgasse Nr.11 (Foto W. Gorkiewicz, Weiz)
Weizberg gegen Osten mit Hauptschulanlage und Bundesgymnasium (Arch. DI Franz Stockreiter, Wien, freig. BM f. LV) 
Weizberg gegen Osten mit Hauptschulanlage und Bundesgymnasium (Arch. DI Franz Stockreiter, Wien, freig. BM f. LV)

Rechtskräftiges Ortsbildschutzgebiet

VO-Datum LGBl.Nr. Stück Jahr Verlautbarung
21.10.1982 76 24 1982 09.12.1982

Die Ursprünge des heutigen Weiz gehen acht- bis neunhundert Jahre zurück. Die erste Schreibweise (um 1141) lautete "Wides" sowohl für den Bach als auch für den Weiler, die Burg, den Ort und die Pfarre. Der Name ist vermutlich slawischer Herkunft, könnte aber auch eine ältere norisch-keltische Wurzel haben. Die Bedeutung dürfte mit "Umblickschauen" zu verstehen sein.

Vor allem die Rodung im 12. Jh. ließ Weiz als Markt und handwerklichen Mittelpunkt entstehen. Liutold II. von St. Dionysen-Waldstein begründete 1252 den Markt und erbaute die Kirche des seeligen Thomas of Canterbury - die heutige Taborkirche.

Die planmäßig angelegte Siedlung ist im Wesentlichen in der Altstadt, dem heutigen 1.Stadtbezirk, erhalten. Natürlich war auch das Gebiet außerhalb der eigentlichen Marktflur besiedelt, vornehmlich entlang des Bachlaufes und am Weizberg. In der Erlach wie oberhalb des Marktes in der Weidach nutzten Hämmer die Wasserkraft, im Ort nützten sie Mühlen und Gerber. Hammerwerke gelangten als Waffenschmieden zur Bedeutung, sie rüsteten das Steirische Zeughaus wie das österreichische Arsenal aus und lieferten auch über nicht immer gut nachbarliche Grenzen. Die Bewohner des Marktes waren überwiegend Handwerker und Ackerbürger, nur etliche Bauern und Hofstätter. Mit gut 60 Häusern war die Bürgerzahl all die Jahrhunderte hindurch kaum wesentlich verändert.

Im 16. Jh. bauten die Bürger ein Rathaus und die St. Thomas-Kirche wurde zur Wehrkirche (Tabor) ausgebaut. Die Anerkennung blieb nicht aus. Der Kaiser verlieh 1560 dem Markt Siegel und Wappen, die offensichtlich eine stilisierte Taborkirche zum Vorbild hatten.

1932 wurde Weiz zur Stadt erhoben. Es zählte zu dieser Zeit an die 500 Wohnhäuser. Wohl waren die krisenerfüllten und bewegten 30er Jahre auch in der Stadt schmerzlich miterlebt worden, doch war Weiz im Allgemeinen von schweren Heimsuchungen verschont geblieben. Auch 1945 war der Weltkrieg sozusagen vor den Toren der Stadt Weiz stehen geblieben. Zwar kam es 1944 auf Grund eines Bombenabwurfes zu Zerstörungen, doch aus diesen Ruinen blühte bald wieder neues Leben. In geradezu stürmischer Entwicklung verdoppelte sich nach 1945 in zwei Jahrzehnten die Häuser- und Einwohnerzahl.

Das Schutzgebiet umfasst

- Altstadt 
- Weizberg 
- Moosdorfer Hammer 
- Schlacher Hammer

 

Quelle: G. Axmann, K. Gartler & U. Werluschnig, 1994, Ortsbildschutz Steiermark 1977-1994

 

War diese Information für Sie nützlich?

Danke für Ihre Bewertung. Jeder Beitrag kann nur einmal bewertet werden.

Die durchschnittliche Bewertung dieses Beitrages liegt bei ( Bewertungen).