Klimaregion Vorauer Bucht

B.9 Vorauer Bucht

 

Begrenzung
Die Zone B.9 ist eingebettet in das Randgebirge zwischen Masenberg im Süden und Ausläufern des Wechsels im Norden und Westen. Nach Osten ist die Zone über 2 Täler geöffnet (Waldbach und Vorauer Bach). Die Zone B.9 umfasst demnach 2 Teilbecken, wobei jenes von Waldbach etwas größer ist.

Charakteristik
Innerhalb der Zone ist die geländeklimatische Untergliederung in ungünstige Tal- und Talbeckenlagen und bevorzugte Hang- und Rückenlagen zu beachten. Generell darf davon ausgegangen werden, dass die Lagen oberhalb von 150 bis 200 m über den Talsohlen eine Temperatgunst im Winter mit verringerter Frost- und Inversionsgefährdung aufweisen; für genauere Angaben fehlen derzeit noch Stationsdaten.

Niederschlag
Grundsätzlich handelt es sich um ein leicht kontinental getöntes Beckenklima, wobei diese Kontinentalität sich vor allem auf die Niederschlagsverhältnisse bezieht (großes Verhältnis zwischen Winterminimum (Jänner 26 mm) und Sommermaximum (Juli 137 mm, damit größer als 1:4). Die Schneearmut im Winter ist durch die abgeschirmte Beckenlage am Südostalpenrand zu erklären; wobei auch bei Mittelmeertiefs die Ergiebigkeit der Niederschläge gering bleibt.

Im Sommer ist dafür der Gewitterreichtum für die relativ reichlichen Niederschläge verantwortlich, Unwetter sind keine Seltenheit.

Wind
Was die Durchlüftung anbelangt, sind zwei Aspekte wichtig: Einerseits die Anfälligkeit für Nordföhn, andererseits die Ausbildung eigenbürtiger Talwindsysteme, beides Indikatoren für eine ausreichende Durchlüftung, zumal die Zone B.9 nach Osten zu offen ist. Die Beckenlage insbesondere von Vorau bedingt jedoch eine erhöhte Kalmenbereitschaft speziell während der Nachtstunden.

Bezüglich der anderen Klimaparameter (Sonnenscheindauer etc.) gelten die Aussagen der Zonen B.5 und B.7.

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