Luftreinhalteprogramm Steiermark 2019

Jahresbericht 19/20

Luftreinhalteprogramm 2019
 Jahresbericht 19/20

Das Luftreinhalteprogramm 2019 ist ein umfassendes Maßnahmenpaket, das sicherstellen soll, dass die Schadstoffbelastung der Luft nachhaltig gesenkt und die Grenzwerte des Immissionsschutzgesetztes Luft zum vorbeugenden Schutz der Gesundheit auch in meteorologisch ungünstigen Jahren sicher eingehalten werden. In den vergangenen Jahren gingen die Schadstoffbelastungen, dank Emissionsreduktionen in allen wesentlichen Sektoren durchwegs zurück. Eine sichere und flächendeckende Einhaltung der Grenzwerte ist aber immer noch nicht sichergestellt. Daher ist der Handlungsbedarf nach wie vor sehr hoch.
Nun ist die Luftreinhaltung nicht das einzige Problemfeld, für das Ziele zu erreichen sind. Es sind also neben den Aspekten der Luftreinhaltung auch Fragen des Klimaschutzes, des sozialen, wirtschaftlichen und politischen Umfeldes, der finanziellen Möglichkeiten sowie nicht zuletzt die Akzeptanz der Bevölkerung zu berücksichtigen.
Das bedeutet, dass bei der Maßnahmenumsetzung Verzögerungen auftreten können. Daher ist es besonders wichtig, die Erfolge bei der Umsetzung herauszustreichen und auf Schwierigkeiten hinzuweisen. Dazu dienen die regelmäßig durchgeführten Evaluierungen der Luftreinhalteprogramme. 
Im vorliegenden Bericht ist der Umsetzungsgrad der im Luftreinhalteprogramm 2019 festgelegten Maßnahmen beschrieben. Dies wurde mit bewährter fachlicher und organisatorischer Unterstützung von Joanneum Research - LIFE durchgeführt

Erfolgreiche Maßnahmen bei der Umsetzung der Luftreinhalteprogramme der letzten Jahre:

  • Hausbrand: Strategische Ausrichtung der leitungsgebundenen Wärmeversorgung im gesamten Sanierungsgebiet (Fern- und Nahwärmenetze), Kontrolle von Heizungsanlagen (Heizungsanlagendatenbank), Energieberatung für energetische Gebäude- und Heizungssanierung, Emissionsreduktion bei bestehenden Festbrennstoffheizungen (Kesseltausch), Öffentlichkeitsarbeit (Clean Air)
  • Winterdienst: weitgehender Verzicht auf den Einsatz von Streusplit, Umsetzung des differenzierten Winterdienstes, Qualitätssicherung für den Winterdienst auf Gemeindestraßen (Änderungen in der RVS).
  • Motorentechnik: Erweiterung der Fahrverbote für alte Nutzfahrzeuge in Sanierungsgebieten (LGBl 11/2018), Erneuerung der Busflotte der Holding Graz (Zero-Emission), Förderung der E-Mobilität, Ecodriving-Schulungen, Optimierung der Entlüftung des Plabutschtunnels, Erweiterungder Off-Road-Verordnung, Beschränkung mobiler Stromgeneratoren, Sicherstellung der verpflichtenden Abgaswerte-Kontrolle.
  • Verkehr: "Stärkung Umweltverbund" (Infrastrukturmaßnahmen zur Förderung von Alternativen  zum motorisierten Individualverkehr: S-Bahn und Regio-Bahn, Regional-Bus Konzept, Fördermodell Radverkehr, Gehsteigausbauprogramm, öffentliche Räume).
  • Landwirtschaft: Informationsmanagement, Forschungsprojekte zu neuen Techniken und Praxisuntersuchungen zur Reduktion von NH3 (Abluftwäscher in Mastschweineställen - Praxisstall, Tierwohlstall, Testung neuer Einstreumaterialien in der Geflügelmast, Verbesserung der Reinigungswirkung von Mistschieberanlagen in Rinderlaufställen, gezieltes Wirtschaftsdüngermanagement, RENOX - Rückgewinnung von Stickstoff aus Schweinegülle, Projekt "Ammosafe") 
  • Raumplanung: Regionale Entwicklungsprogramme, Optimierung bestehender Siedlungsstrukturen ((haben langfristig Bedeutung für Emissionsminderungen).
  • Begleitmaßnahmen: Mediale Kommunikation („Meine Luft - Reine Luft", Axi on Air) Umweltbildung Luftreinhaltung, Betriebliche Maßnahmen, Erarbeitung fachlicher Grundlagen.

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